Gegen Ende Juli 2021, nachdem wir nach fast neunmonatiger Zwangspause selbst mal wieder vor Ort im Rifugio der LIDA gewesen waren und Neuzugänge persönlich hatten kennenlernen können, erreichte uns dann schon wieder der nächste Hilferuf.
Ein Jäger wollte einen seiner Hunde loswerden. Der Hund hatte viele Jahre seines Lebens bei ihm im Zwinger verbracht, unter schlechtesten Bedingungen. Hatte Hunger leiden müssen, um während der Jagdsaison, bei der die sardischen Machos sich als „echte Männer“ fühlen, „hungrig genug zu sein“, um hinter dem Wild her zu hetzen. Und nun, wo der Hund in die Jahre gekommen und nutzlos geworden ist, sollte er entsorgt werden. Aber das konnte glücklicherweise verhindert werden.
Im Rifugio der LIDA ist Moro, wie der Hund genannt wurde, jetzt in Sicherheit. Moro wird nun gut versorgt, aber bei der Vielzahl der Hunde und Katzen im Rifugio haben die Mitarbeiter einfach zu wenig Zeit, jedem Hund und jeder Katze individuell Zuwendung und Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb wünschen wir uns für Moro, dass wir ihn bald nach Deutschland holen können.
Hier soll er dann sein Traumzuhause finden bei lieben Menschen, die ihm für die verbleibenden Jahre noch viel Liebe und Geborgenheit schenken und ihn an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen. Dass wir Moro nicht in ein jagdliches Umfeld vermitteln, versteht sich sicherlich von selbst.
14. Mai 2022:
Für den älteren Moro freut es uns besonders, dass er eine tolle Familie gefunden hat. Er lebt bei einer Jagdhund-erfahren Familie, mit Haus und großem Grundstück in Biebelsheim. An seiner Seite hat er noch zwei
Hundekumpels mit denen er sich gut versteht. Er folgt seinem Frauchen auf Schritt und Tritt und genießt die Zuwendung in vollen Zügen. Lieber Moro, wir wünschen dir noch viele schöne Jahre in deiner Familie.