Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Die Touristensaison ist zwar vorbei, während der immer viele Tiere abgegeben werden, die von Touristen gefunden wurden. Aber die Hilferufe von Privatleuten, die ihre Tiere abgegeben wollen, nehmen wieder zu. Denn die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, sind noch lange nicht überwunden. Manche Tiere geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Die Hündin hatte einen Platz in den Klippen gewählt, um ihre Kinder zur Welt zu bringen. Glücklicherweise wurde sie entdeckt, und samt ihren erst wenige Tage alten Babys (zwei Mädchen und vier Buben) wurde sie ins Rifugio gebracht. Sie zeigte sich als wunderbare Mutter, sie ließ ihre Babys keine Minute aus den Augen, kümmerte sich äußerst liebevoll um die Winzlinge. Und da die Mama durch die gute Versorgung im Rifugio auch keinen Stress hatte, Futter für ihre Babys zu suchen, hatte sie genügend Milch, um den Babys zu geben was sie brauchten. So entwickelten sich die Kleinen prächtig. Sie sind glückliche und alterstypisch aufgeweckte, lebhafte und neugierige Hundekinder geworden.
Für Memole und ihre Kinder Manila, Manu, Memento, Memphis, Mini und Muffin soll das Rifugio aber nun nicht die Endstation sein. So schnell wie möglich möchten wir sie nach Deutschland holen, denn sie alle möchten raus aus der Enge des Geheges, die allgegenwärtige Hektik und den Stress des Rifugios hinter sich lassen: Sie sind bereit, eine neue Welt zu entdecken.
Wir wünschen uns für die Mama und ihre Kinder nun die Traumzuhause bei lieben Menschen, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit schenken und sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen.
04. April 2022:
Während ihre Mama Memole bereits in Deutschland ist und es genießt, nach Strich und Faden verwöhnt zu werden, wartet Mini immer noch auf ihre Chance, auch nach Deutschland reisen zu dürfen. Ein richtiges Zuhause bei lieben Menschen, bei denen sie ein langes und glückliches Hundeleben führen darf: Das ist es, was Mini sich wünscht. Möchten Sie ihr diesen Wunsch erfüllen?
16. April 2022:
Mini durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.
16. Mai 2022:
Mini hatte das große Glück und durfte im April auf ihre Pflegestelle in Kloster-Lehnin ziehen. Lange musste die kleine Fellnase nicht warten. Eine Familie aus Berlin-Waidmannslust hat sich in die kleine Fellnase
verliebt. Gemeinsam mit der Pflegestelle hat man auch die Hundeschule besucht, um zu sehen, ob die Chemie stimmt. Spätestens dann war klar - die kleine Mini gehört zu uns. Und so kann Mini nun Haus und Garten ihr eigen nennen. Nach ersten Rückmeldungen ist Mini eine liebenswerte und verschmuste Fellnase, die aus der Familie nicht mehr wegzudenken ist. Sie erwartet nun neben Kuscheleinheiten auch ausgedehnte Spaziergänge in die schöne Umgebung. Mini ist bereits stubenrein und läuft auch schon prima an der Leine. Wir wünschen Mini alles Gute und freuen uns, dass sie ein so schönes Zuhause gefunden hat. Auf weitere Berichte und Bilder sind wir schon gespannt.