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Gonario (30.05.)



Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Und aktuell verschärft sich die Infektionslage sogar wieder, so dass Entspannung nicht in Sicht ist. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Ende Januar 2022 erreichte die LIDA ein Hilferuf aus einem kleinen Ort mitten in Sardinien: Eine herrenlose Hündin und ihre sechs Welpen lebten dort auf einer Baustelle. Das war an sich schon gefährlich. Aber hinzu kam, dass auch die Einheimischen die Hunde dort gern „weghaben“ wollten. Die Leute, die die Hundefamilie gemeldet hatte, wurde gebeten, sich noch 2 bis 3 Tage zu gedulden, dann hätte man einen Platz gefunden. Und mit einer Helferin war schon organisiert, dass sie die Hundefamilie holen würde. Aber dann mischte sich eine andere Person ein, und sorgte dafür, dass die Welpen sofort eingefangen und in ein kleines Canile (mit wenig gutem Ruf) in Centro Sardegna gebracht wurden. An einen sehr elenden und zudem bitterkalten Ort. Die Mama hatte man übrigens einfach allein zurückgelassen. Aber die LIDA-Leute ließen nicht locker, sie setzten alles daran, die Kleinen dort wieder wegzuholen. Was ihnen dann mit Hilfe einer anderen Tierschützerin Anfang Februar glücklicherweise auch gelang. Die Hundekinder kamen ins Rifugio in Sicherheit, und Sie finden die Hundemädchen Gaby, Giada, Gina und Ginny sowie die beiden Buben Gigi und Gordon auch auf unserer Webseite.

Die Mama lief damals leider noch in dem Ort herum, aber es wurde sich darum gekümmert, dass auch sie eingefangen wird. Jetzt endlich gelang es, nicht nur Mama Gonaria, sondern auch den Papa Gonario zu sichern und ins Rifugio zu bringen. Gonaria und Gonario sind sehr liebenswürde, freundliche, menschenbezogene Hunde, die die Zuwendung der Rifugio-Mitarbeiter sehr genießen.

Aber wie für ihre Kinder soll auch für Gonaria und Gonario das Rifugio nun nicht die Endstation sein. So schnell wie möglich möchten wir die beiden nach Deutschland holen, damit sie hier ihre Traumzuhause für immer finden können. Wir wünschen uns für sie liebe Menschen, die ihnen engen Familienanschluss bieten. Da Papa Gonario ganz offensichtlich auch Maremmanogene mitbringt, braucht er ein entsprechendes häusliches Umfeld und seine neuen Menschen sollten idealerweise schon Erfahrung mit Herdenschutzhunden haben oder bereit sein, sich mit der Rasse zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Sie sich bewusst sind, dass eine Adoption neben viel Freude auch Arbeit und Verantwortung für ein glückliches und hoffentlich langes Hundeleben bedeutet, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.


24. Mai 2022:
Gonario durfte auf seine deutsche Pflegestelle reisen.

30. Mai 2022:
Heute war Gonarios großer Tag: Er hat sein Zuhause im schönen Krefeld gefunden. Frauchen und Herrchen haben bereits vor 11 Jahren ein Fellnäschen von proTier adoptiert, dass sie damals auf Sardinien (samt Geschwistern) gefunden hatten. Leider musste er über die Regenbogenbrücke gehen und eine Fellnase fehlte nun sehr. Das Paar war (wie jedes Jahr) auf Sardinien und hatte Gonario und Gonaria in der LIDA besucht. Schnell sprang der Funke bei Gonario über und da man Gonaria nicht alleine zurücklassen wollte, bekam sie auch eine Chance, als Pflegehund. Gemeinsam ging es im Camper noch ein bisschen sardische Meerluft schnuppern und dann machten sich alle auf den Weg nach Deutschland. Beide Hunde haben sich schnell eingelebt und Gonario, der nun Ole heißt, zeigt sich vom ersten Tag an als völlig unkomplizierter, lieber und freundlicher Hund. Alle sind sehr glücklich. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Oles Frauchen und Herrchen für dieses wundervolle Happy End. Auch dass sie Gonaria bei sich aufgenommen haben, für die sich hoffentlich auch bald eine tolle Familie finden wird.
 
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