Über unsere Kollegin in Valledoria hatten wir von einer Familie erfahren, die gebeten hatte, ihnen in einer schwierigen Lebensphase zu helfen. Natürlich sagten wir zu, uns die Situation während unseres Aufenthalts auf Sardinien Anfang April anzuschauen. Wir lernten also eine sympathische Familie kennen, die ihre Hunde durchaus gern hat, sie sogar alle hat chippen und registrieren lassen. Aber durch die intensive Pflege des schwer erkrankten alten Vaters und Arbeitslosigkeit waren sie nun in Not geraten und mit ihren Hunden völlig überfordert. Wie nicht anders erwartet, fehlte auch das Geld, die Hunde kastrieren zu lassen ...
War vor unserem Besuch eigentlich nur die Rede davon gewesen, die fünf Hündinnen zu kastrieren und die vier Welpen zu übernehmen, kam dann im Laufe der Fotosession die Bitte auf, doch auch für die erwachsenen Hündinnen ein Zuhause zu suchen, weil sich die familiäre Situation auf absehbare Zeit nicht ändern würde und man den Hündinnen einfach nicht gerecht werden könne.
So machen wir also nicht nur Fotos von den goldigen Babys Bonbon, Belli, Bello und Bonny, sondern auch von Mama Blonde (Bild 6) und den "Tanten" Pia, Pina, Shilly und Baby. Blonde und Pia sind superfreundliche, zutrauliche Hündinnen. Pina und Baby sind Fremden gegenüber zurückhaltend, werden in liebevoller familiärer Umgebung aber sicherlich schnell auftauen. Shilly scheint auch etwas scheuer zu sein, aber das konnten wir nicht genauer einschätzen, da sie nicht aus ihrem Korb herauskam, in dem sie ihre zwei Tage zuvor geborenen Babys bewachte. (Die Babys sind leider inzwischen alle verstorben.)
Blonde, Pia, Pina, Shilly und Baby werden jetzt selbstverständlich kastriert, um weiteren Nachwuchs zu verhindern.
11. Mai 2017: Die bildhübsche Belli durfte vor kurzem auf ihre deutsche Pflegestelle reisen und zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr jetzt nur noch ihre eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
24. Mai 2022: Die kleine Belli hatte 2017 bereits ein Zuhause gefunden, welchen sie unverschuldet nach fünf Jahren verlassen musste. Aufgrund geänderter Lebensumstände konnte ihr Frauchen ihr nicht mehr gerecht werden und so zog Belli auf eine Pflegestelle nach Abenberg. Die vierköpfige Familie war schon seit längerem auf der Suche nach einem zweiten, kleinen und nicht mehr ganz so jungen Zweithund und so kam Belli gerade passend. Anfangs war die Hündin noch etwas durch den Wind und in Trauer um den Verlust ihrer einsten Familie. Aber das neue Leben bot viel Abwechslung und es dauerte nicht lange, bis dann feststand, dass Belli für immer bleiben darf. Belli genießt die Liebe und Fürsorge ihrer neuen Menschen und wir freuen uns, dass es für sie so schnell ein Happy End gab! :)