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Rudi (01.06.)



Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Dieser wunderschöne Segugio-Rüde ist bereits seit Juni 2018 im Rifugio. Damals war er noch kein Jahr alt. Er stammt aus einer Beschlagnahmung, und aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen hat sich die gerichtliche Klärung der Besitzverhältnisse bis jetzt – Mitte März 2022 – hingezogen. Es ist unfassbar traurig: Fast vier Jahre seines Lebens hat der arme Kerl nun hinter Gittern verbringen müssen. Fast vier Jahre in einem überfüllten Rifugio, ohne eine Chance, der Hektik und dem ständigen Lärm zu entkommen.

Trotzdem ist Rudi, wie uns die Rifugio-Mitarbeiter schreiben, ein fantastischer Hund geblieben. Nicht nur, dass er ein sehr schöner Hund ist, er liebt Gesellschaft und ist verträglich mit Katzen und Hunden.

Nun – endlich – ist er adoptierbar. Und wir wollen natürlich nichts unversucht lassen, Rudi auch so schnell wie möglich nach Deutschland zu holen. Er soll nicht noch mehr Zeit seines Lebens hinter Gittern schmachten. Er soll sein Traumzuhause finden bei lieben Menschen, die ihm mit viel Liebe zeigen, wie schön das Leben sein kann. Rassetypisch ist er sehr bewegungsfreudig, eine aktive Familie, die viel mit ihm in der Natur unterwegs ist, wäre daher ideal. Um Missverständnisse zu vermeiden: In ein jagdliches Umfeld wird Rudi nicht vermittelt.

14. Mai 2022:
Rudi durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.

19. Mai 2022:

Rudi hat sich bereits sehr gut auf seiner Pflegestelle eingelebt. Er zeigt sich dort als freundlicher, aber noch etwas zurückhaltender Rüde. Er erkundet neugierig seine Umgebung und freut sich über jede Zuwendung. Nach einer kleinen Aufwärmphase geht er offen auf fremde Menschen und Artgenossen zu. Autofahren ist für Rudi kein Problem.

Am Hundeeinmaleins sollte noch etwas gearbeitet werden. Rudi ist sehr gelehrig und läuft bereits ruhig an der Leine. Mit ein wenig Erziehungsarbeit und viel Liebe wird aus ihm sicherlich ein wunderbarer Partner auf vier Pfoten.

01. Juni 2022:

Der schüchterne Rudi hatte das große Glück und durfte Mitte Mai in seine Pflegestelle nach Meißen ziehen. Rudi musste nicht lange warten und konnte recht schnell nach Halle (Saale), im Bundesland Sachsen-Anhalt, ziehen. Dort wohnt er nun in einer ruhigen Wohngegend, welche Grünanlagen und Wald in der Nähe hat. Rudi hat eine ganz besondere Aufgabe-da sein Frauchen auf einem Golfplatz arbeitet, muss er auch öfter auf dem Platz schauen, ob alles in Ordnung ist. Ansonsten wird bei Frauchen im Büro gechillt. Nach ersten Rückmeldungen taut Rudi langsam auf. Er ist ein liebenswerter Hund, der die Kuscheleinheiten und das Zusammensein mit seinem Frauchen liebt. Wir freuen uns sehr, dass Rudi ein schönes Zuhause gefunden hat und sind auf weitere Bilder und Berichte gespannt.
 
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