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Fedro (11.06.)



Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Als diese Kleinen im Februar gerettet wurden, waren sie schätzungsweise 40 Tage alt: Die drei Hundebabys waren in einem Karton an einer vielbefahrenen Landstraße abgestellt worden. Was für ein abscheuliches Verhalten. Da wird die Kastration als „wider die Natur“ und „nicht von Gott gewollt“ abgelehnt … aber dieser Gott soll es gutheißen, wenn wehrlose, aber fühlende Geschöpfe wie der letzte Dreck behandelt, weggeworfen und dem sicheren Tod überlassen werden? Diese Einstellung macht uns fassungslos, und dafür gibt es keine Entschuldigung, zumal die LIDA – in Zusammenarbeit mit der Comune – schon seit längerer Zeit kostenlose Kastrationen für die Hunde mittelloser Menschen anbietet.

Im Rifugio der LIDA waren die Kleinen dann in Sicherheit, und dank der liebevollen Pflege sind Fina und ihre Brüderchen Fedro und Frodo inzwischen zu hübschen Hundekindern herangewachsen. Noch sitzen sie im Quarantänebereich in einem der Käfige, denn bevor sie in ein Gehege umziehen können, müssen sie erst ihre Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten haben. Aber wenn das erledigt ist, sind sie bereit für den nächsten Schritt in eine gute Zukunft. Und wir wünschen uns sehr, dass sie das Rifugio bald hinter sich lassen und nach Deutschland reisen können, damit sie hier bei lieben Menschen ihre Traumzuhause mit engem Familienanschluss finden.

11. Juni 2022:

Der hübsche Fedro durfte direkt aus Sardinien in sein Zuhause nach Villingen-Schwenningen ziehen. Er wird von seinem Frauchen und Herrchen nun Nevio gerufen. Der junge Rüde wird auch viel Zeit am Zweitwohnsitz in der Schweiz verbringen. Zum Haushalt gehören auch zwei Freigänger-Katzen. Auf Fedro warten schöne Spaziergänge und Wanderungen durch die Schweizer Natur. Frauchen und Herrchen freuen sich nach dem Verlust des Vorgängerhundes wieder auf die Begleitung durch eine Fellnase. Noch ist er zwar eher lieber nur im Zuhause, aber bestimmt wird er bald mit Freude seine Umgebung erkunden und sein Leben in vollen Zügen genießen. Wir wünschen gutes Gelingen bei der weiteren Eingewöhnung und freuen uns darauf, wieder von ihm zu hören.
 
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