Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Als diese Kleinen im Februar gerettet wurden, waren sie schätzungsweise 40 Tage alt: Die drei Hundebabys waren in einem Karton an einer vielbefahrenen Landstraße abgestellt worden. Was für ein abscheuliches Verhalten. Da wird die Kastration als „wider die Natur“ und „nicht von Gott gewollt“ abgelehnt … aber dieser Gott soll es gutheißen, wenn wehrlose, aber fühlende Geschöpfe wie der letzte Dreck behandelt, weggeworfen und dem sicheren Tod überlassen werden? Diese Einstellung macht uns fassungslos, und dafür gibt es keine Entschuldigung, zumal die LIDA – in Zusammenarbeit mit der Comune – schon seit längerer Zeit kostenlose Kastrationen für die Hunde mittelloser Menschen anbietet.
Im Rifugio der LIDA waren die Kleinen dann in Sicherheit, und dank der liebevollen Pflege sind Fina und ihre Brüderchen Fedro und Frodo inzwischen zu hübschen Hundekindern herangewachsen. Noch sitzen sie im Quarantänebereich in einem der Käfige, denn bevor sie in ein Gehege umziehen können, müssen sie erst ihre Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten haben. Aber wenn das erledigt ist, sind sie bereit für den nächsten Schritt in eine gute Zukunft. Und wir wünschen uns sehr, dass sie das Rifugio bald hinter sich lassen und nach Deutschland reisen können, damit sie hier bei lieben Menschen ihre Traumzuhause mit engem Familienanschluss finden.
29. Mai 2022: Frodo hat sich toll entwickelt, aber leider wartet er immer noch auf seine Chance, das Rifugio hinter sich lassen zu können.
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11. Juni 2022:
Frodo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem tollen vierbeinigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass ein Hund im Haus nicht nur Freude, sondern auch Arbeit und vor allem große Verantwortung für ein glückliches und hoffentlich langes Hundeleben bedeutet, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
05. Juli 2022: Der hübsche Frodo mit den tollen zweifarbigen Augen musste nicht lange auf seine Familie warten. Nachdem der vorherige Hund verstorben war stand fest, dass man nicht ohne Hund sein mag und schaute sich um. Die Wahl viel eigentlich auf einen ganz anderen Hund, der war allerdings schon vergeben.
Die Vermittlerin machte auf Frodo aufmerksam, mit Erfolg. Frodo lebt nun bei einer Familie in Meerbusch und kann Haus und Garten sein Eigen nennen. Die Familie ist total glücklich mit ihm. Wir wünschen viele schöne Jahre miteinander.