test

Piniba (30.07.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und die Touristensaison hat begonnen … es vergeht daher kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden und abgegeben werden. Außerdem werden von den Helfern der LIDA ebenfalls zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Aktuell ist die Situation besonders dramatisch: Wie auch unsere anderen Partner wird das Rifugio der LIDA überschwemmt mit Welpen. Diese vier Geschwister waren als winzige Babys in der Campagna gefunden worden. Wie Tausende andere Welpen waren sie unerwünscht zur Welt gekommen und dann wie Müll weggeworfen worden. Von den Möglichkeiten zur Vermeidung unerwünschter Vermehrung will man insbesondere in den ländlichen Gegenden nichts hören. Das hätte man früher auch nicht gemacht. Es sei wider die Natur. Nicht von Gott gewollt. Als ob von Gott gewollt wäre, dass hilflose Tierbabys wie Müll entsorgt werden. Diese Einstellung werden wir niemals verstehen können.

Das Quartett hatte das Glück gefunden und von lieben Menschen aufgezogen zu werden. Aber man konnte die Welpen nicht auf Dauer behalten, deshalb brachte man sie schließlich ins Rifugio. Die Kleinen wussten natürlich nicht, wie ihnen geschah, hatten sie ein paar Wochen ja fast familiär gelebt. Und nun das Rifugio mit seinen Hunderten Hunden, der stetig spürbaren Hektik, dem nie verstummenden Lärm. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Geschwister entspannten. Aber wir möchten Piniba, Plinia, Paride und Persio helfen, das Rifugio bald wieder hinter sich lassen zu können. So schnell wie möglich möchten wir die vier schönen jungen Hunde nach Deutschland holen, damit sie hier gute Familie finden können, die ihnen ein tolles Zuhause für immer schenken.

11. Juni 2022:
Piniba durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.

16. Juni 2022:

Piniba und ihre Geschwister haben sich gut auf der Pflegestelle eingelebt. Sie zeigen sich untereinander als aufgeweckte, lustige und neugierige Hundekinder, die natürlich welpentypisch viel Quatsch im Kopf haben :-) Anfangs sind sie bei Menschen noch etwas schüchtern, doch mit Leckerchen bekommt man sie schnell um den Finger gewickelt.

Piniba ist eine witzige Wuschel-Fellnase. Einerseits springt sie um das Pflegefrauchen herum, wie ein Gummiball a la "du gefällst mir, ich hätte gerne mehr von dir", andererseits steht ihr aktuell noch die Angst etwas im Weg. Sie nimmt Leckerchen aus der Hand, bleibt jedoch immer noch etwas auf Abstand. Aber in ein paar Tagen sieht die Welt schon anders aus :-) Sie ist sehr aufmerksam und beobachtet genau, was um sie herum passiert.

Mit der vorhandenen Hündin verstehen sich alle bestens und zeigen einen respektvollen Umgang. Ihre offene Art hilft den Welpen, Vertrauen zu fassen. Alle müssen noch viel lernen und kennenlernen: Das Laufen an der Leine, Stubenreinheit, das Alleinbleiben. Eben das, was ein Welpe noch nicht kann. Sie haben viel Potential richtig tolle Familienhunde zu werden.

19. Juli 2022:
Piniba hat sich toll entwickelt. Zu ihrem Pflegefrauchen hat sie bereits vollstes Vertrauen. Sie ist recht eigenständig, ist gerne auch einmal für sich, holt sich zwischendrin aber immer wieder mal eine Portion "Bauchi-Kraulen" ab. Piniba ist ein schlaues Mädchen und weiß genau was man von ihr möchte oder was sie nicht möchte :-) Über Futter kann man prima mit ihr arbeiten und üben. "Sitz" klappt schon recht gut, auch ist sie mittlerweile stubenrein. Das Laufen an der Leine findet sie noch nicht so prickelnd, aber auch hier gilt: Übung macht den Meister ... in der Ruhe liegt die Kraft :-)

Bei fremden Menschen ist sie sehr neugierig. Schon nach einer kurzen Zeit sucht sie den Kontakt und möchte natürlich ein Leckerchen ergattern :-) Die Skepsis sitzt ihr auch hierbei immer im Nacken, aber die Neugierde ist viel größer.

Für Piniba suchen wir Menschen, die ihr einfach etwas Zeit geben. Nach ein paar Tagen wird sie ihren zauberhaften Charakter zeigen. Ein Haus mit eigenem und umzäunten Garten in einer etwas ruhigeren Umgebung wäre ideal, damit sie in Ruhe ankommen kann.

Wenn Sie Piniba kennenlernen möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

30. Juli 2022:
Piniba durfte heute in ihr neues Zuhause nach Mehlmeisel ziehen. Dort teilt sie sich mit Herrchen, dem Sohn und einem neuen Katzenfreund ein Haus mit großem Garten. In der Familie lebten schon immer Hunde, ebenfalls aus dem Tierschutz. Nachdem die letzte geliebte Hündin über die Regenbogenbrücke gehen musste brauchte es etwas Zeit. Mit Piniba, die nun Daisy heißt, ist das Körbchen endlich wieder mit Liebe gefüllt.

Laut ersten Rückmeldungen lebt sie sich immer mehr ein. Sie ist nach wie vor sehr vorsichtig und skeptisch. Doch hier bekommt sie die Zeit, die sie zum Ankommen braucht. Im Garten blüht sie schon richtig auf, tobt umher und freut sich über Leckerchen. Wir sind uns sicher, dass sich der Knoten bald komplett lösen wird, denn in ihr steckt viel Potential.
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack