Am Ende des 2. Quartals 2021, als noch immer Corona-Maßnahmen das Leben einschränkten und die Hilfen für herrenlose Tiere nur sehr begrenzt möglich war, hatten Tierschützer aus dem Süden der Insel angefragt, ob unsere Partner in Stintino die Möglichkeit hätten, ein Hündin mit ihren neugeborenen Welpen aufzunehmen. Die Hündin hatte sich unter einer Brücke, inmitten von Steinen und Dreck, Abfall und Gerümpel verkrochen und dort ihre Babys zur Welt gebracht.
Obwohl unsere Partner auch in ihrem direkten Umfeld die Notfälle ja nicht suchen mussten: Als sie das Video von der Hundemama sahen, konnten sie einfach nicht nein sagen.
Es dauerte dann aber doch noch einige Zeit, bis die Mama mit ihren Babys in Stintino ankam, denn sie war extrem scheu, und es war nicht einfach sie zu fangen. Aber dann war es endlich soweit, Mama und Babys waren gesichert und konnten die Reise in den Norden antreten.
Inzwischen haben sich Mama Bella und ihre Babys - ein Mädchen und fünf Buben - Bacio, Belinda, Bibo, Blanco, Blu und Bongo gut eingelebt. Aus den Babys sind fröhliche, lebhafte Hundekinder geworden, die sich im Rescue sehr wohlfühlen und es klasse finden, dort so viele Spiel- und Kuschelpartner zu haben.
Mama Bella ist zwar längst nicht mehr so scheu wie bei ihrer Ankunft. Sie bellt nicht mehr wie wild, wenn Paola und Pierpolo sich ihr nähern und nimmt sogar schon Futter aus der Hand. Aber es wird noch dauern, bis sie sich wirklich entspannt und Vertrauen fasst. Unsere Partner bedrängen sie nicht, sondern lassen ihr die Zeit, die sie braucht, um ihre Ängste abzulegen.
Aber für Bacio, Belinda, Bibo, Blanco, Blu und Bongo ist es nun doch an der Zeit, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. So schnell wie möglich möchten wir die Hundekinder nach Deutschland holen, damit sie hier ihre Traumzuhause für immer finden können. Wir wünschen uns für alle ganz liebe Menschen, die ihnen engen Familienanschluss bieten.
04. Dezember 2021: Bongo durfte heute auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
26. März 2022:
Wir wissen nicht, was Bongo alles erlebt hat. Sein Start in Deutschland gestaltete sich etwas schwierig, da er sehr ängstlich angekommen ist. Mittlerweile hat er schon etwas mehr Mut gefasst, aber es ist noch ein etwas längerer Weg.
In seiner Pflegestelle zeigt er sich sehr zurückhaltend, mit den vorhandenen Hunden und Katzen gibt es kein Problem. Er lässt sich ungerne anfassen, beobachtet aber sehr neugierig, was um ihn herum passiert und sucht auch die Nähe der Menschen. Wir sind uns sicher, dass er ein toller und treuer Begleiter wird, wenn er erst einmal Vertrauen gefasst hat. Aktuell fehlt ihm einfach noch das letzte Fünkchen Mut.
Für Bongo suchen wir liebe und erfahrene Menschen, die sich von seiner Ängstlichkeit nicht abschrecken lassen und ihm Zeit geben. Ein Zuhause mit umzäunten Garten ist hier Voraussetzung für ein Vermittlung, da er erst einmal in Ruhe ankommen muss.
Wenn Sie Bongo ein liebevolles Zuhause schenken möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht.
02. August 2022:
Für Bongo wurde es heute offiziell: Er darf für immer in Winklarn bleiben. In seiner Familie hat er sich in den letzten Monaten gut eingelebt. Richtig anfassen lässt er sich nach wie vor nicht, doch das Vertrauen zu seinen Menschen wird immer größer.
Zu seinem sardischen Hundekumpel Bay hat er eine gute Bindung aufgebaut und die beiden hängen mittlerweile sehr aneinander. Beim Toben durch den Garten gibt es kein Halt und man könnte meinen Bongo ist ein "ganz normaler" Hund. Auch mit den anderen Hunden und den Katzen der Familie gibt es keine Probleme.
Bongo hat sich trotz "Baustellen" immer mehr in die Herzen seiner Menschen geschlichen. Und da eine Vermittlung vermutlich sehr schwer geworden wäre, sind wir nun sehr froh, dass er für immer bleiben darf.
Seine Familie wird auch weiterhin Pflegestelle für uns bleiben, worüber wir uns sehr freuen und ganz herzlich bedanken.