Zwei junge Frauen hatten an der Landstraße von Sassari nach Alghero zwei kleine Welpen entdeckt. Es schauten nur die Popos der Kleinen aus einer Plastiktüte heraus, aber sie bewegten sich. Die beiden stoppten ihr Auto und schauten nach. Der Anblick, der sich ihnen bot, drehte ihnen kurz den Magen herum: Die beiden Welpen, die auf den ersten Blick unverletzt waren, fraßen an einem toten Fasan … Vermutlich hat man die beiden Kleinen, die schätzungsweise sechs Wochen alt waren, dort an der Landstraße entsorgt und ihnen „fürsorglich“ Futter mitgegeben … Wie hirn- und gefühllos muss man sein, um so etwas zu tun? Die Chancen, dass die Kleinen überfahren würden, waren jedenfalls größer, als dass sie den Fasan hätten aufessen können. Wir haben schon viel erlebt und gesehen, aber so etwas …
Die beiden Frauen nahmen die Kleinen erst mal in ihr Auto, damit sie in Sicherheit waren. Aber als Studentinnen hatten sie keine Möglichkeit, die Hundebabys weiterhin zu behalten und zu versorgen. So kam dann unsere Partnerin Ester ins Spiel. Die nahm die Hundebabys zunächst mit zu sich nach Hause, denn die Kleinen waren übersäht mit Flöhen und Zecken, die Bäuchlein geschwollen von Würmern. Sie wurden also schleunigst gebadet und gegen die inneren und äußeren Parasiten behandelt. Und weil sie auch sehr abgemagert waren, wurden sie erst mal richtig gepäppelt.
Inzwischen haben sich Elena und Eros, wie sie genannt wurden, gut entwickelt und konnten umziehen in das kleine Rescue von Ester. Dort leben die fröhlichen und freundlichen Hundekinder nun mit Hündin Adele zusammen, die aus schlimmen Verhältnissen gerettet wurde und noch länger brauchen wird, um zutraulich zu werden. Aber über die Gesellschaft der beiden Kleinen ist Adele sehr glücklich. Sie versorgt sie sehr liebevoll, und umgekehrt helfen ihr die beiden süßen Racker, sich etwas zu entspannen.
Wie immer soll auch das Rescue bei Ester nur eine Zwischenstation im Leben der Findelkinder sein. Für Elena und Eros wünschen wir uns, dass sie bald die Chance erhalten, nach Deutschland reisen zu können.
Eros durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
17. Juni 2022:
Die Geschwister Elena und Eros durften gemeinsam in ihre Pflegestelle nach Deutschland reisen und haben sich dort bereits gut eingelebt. Mit den vorhandenen Hunden kommen sie sehr gut zurecht.
Beide sind sehr nette Hunde, für die wir uns ein schönes Zuhause bei lieben Menschen wünschen. Das neue Zuhause sollte über einen eigenen umzäunten Garten verfügen.
Bruder Eros ist der Vorsichtigere und Ruhigere der Beiden, zeigt aber auch schon seine freche Seite. Schwester Elena ist neugierig, frech und hat die Nase immer vorne mit dabei. Beide sind sehr verschmust. An der Stubenreinheit und am Laufen im Geschirr und an der Leine wird schon fleißig gearbeitet. 25. August 2022:
Eros lebt nun in Küps bei einem Ehepaar in einem Haus mit Garten. Sie hatten bereits vier Hunde aus dem Tierschutz (2 kleine und 2 große Fellnasen) und nachdem einer der beiden großen Hunde leider verstorben ist, fehlte der Spielkamerad für die aktive Boxerhündin. Eros darf die Lücke schließen. Nach einer entsprechenden Eingewöhnung darf Eros Frauchen auch zur Arbeit begleiten (Arbeit mit demenzkranken Menschen). Sollten die Hunde nicht mit in den Urlaub fahren können, freuen sich schon der Sohn und die Schwiegertochter schon sehr auf die Hunde. :)