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Exit (04.10.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Am 21. Februar 2022 wurden der LIDA vier Hundebabys gemeldet: Die Kleinen waren an der Mülldeponie an der Spirito Santo am Rand von Olbia ausgesetzt worden. Was für ein abscheuliches Verhalten. Da wird die Kastration als „wider die Natur“ und „nicht von Gott gewollt“ abgelehnt … aber dieser Gott soll es gutheißen, wenn wehrlose, aber fühlende Geschöpfe wie der letzte Dreck behandelt, weggeworfen und dem sicheren Tod überlassen werden? Diese Einstellung macht uns fassungslos, und dafür gibt es keine Entschuldigung, zumal die LIDA – in Zusammenarbeit mit der Comune – schon seit längerer Zeit kostenlose Kastrationen für die Hunde mittelloser Menschen anbietet.

Die vier Kleinen, die schätzungsweise knapp zwei Monate alt waren und vermutlich Labrador-Mixe sind, wurden sofort von den LIDA-Mitarbeitern dort weggeholt und ins Rifugio gebracht. Dank der liebevollen Pflege sind Era und ihre Brüderchen Echo, Eden und Exit inzwischen zu hübschen Hundekindern herangewachsen. Und wir wünschen uns nun sehr, dass sie das Rifugio bald hinter sich lassen und nach Deutschland reisen können. Hier sollen sie dann ihre Traumzuhause finden bei lieben Menschen, die ihnen engen Familienanschluss geben.



29. Mai 2022:
Die hübschen Junghunde haben sich ganz toll entwickelt und warten immer noch auf ihre Chance, das Rifugio endlich hinter sich lassen zu können.


09. Juli 2022:
Exit durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.

08. August 2022:

Exit hat sich gut auf seiner Pflegestelle eingelebt. Er ist ein munterer Junghund, der aber auch als Schmusebär beschrieben wird. Exit hat noch allerlei liebenswerte Flausen im Kopf und muss nun das Leben mit all seinen Vielfältigkeiten kennenlernen. Er ist mittlerweile stubenrein und läuft prima an der Leine.

04. Oktober 2022:
Exit, der nun Eddi genannt wird, durfte Mitte Juli auf seine Pflegestelle nach Berlin ziehen. Wir haben nicht verstanden, warum sich lange niemand für diesen tollen Kerl interessiert hat. Doch Ende September hat eine Familie aus Berlin-Pankow Eddi besucht und sich auf Anhieb verliebt. Eddi wohnt nun in einer Wohnung. Aber die Familie hat gleich in der Nähe einen tollen Garten, in welchem sich Eddi austoben kann. Auch befinden sich in der Nähe der Bürgerpark und auch Hundeauslaufgebiete, die für genügend Bewegung sorgen. Ein Schulkind ist Eddi bereits und hat dies gut gemeistert. Nach ersten Rückmeldungen muss sich Eddi noch eingewöhnen, aber die Familie ist hier zuversichtlich. Wir freuen uns sehr, dass Eddi so ein tolles zu Zuhause gefunden hat und sind auf weitere Bilder und Berichte gespannt.
 
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