Unsere Partner in Stintino helfen, wo sie können. Während der Pandemie mit all ihren Einschränkungen waren sie oft an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen, hatten aber nie aufgegeben. Es sah Anfang des Jahres so aus, als ob bald alles wieder „normal“ laufen würde. Dass es – bedingt durch den Krieg in der Ukraine mit all seinen weltweiten schrecklichen Auswirkungen - noch schlimmer kommen könnte, als zu Pandemiezeiten: Das hätte niemand erwartet. Aber was sollen unsere Partner tun? Sollen sie ignorieren, wenn ein Hilferuf sie erreicht? Sollen sie wegschauen, wenn sie selbst ein herrenloses Tier finden? Sollen sie abwinken, wenn Touristen um Hilfe für einen Findling bitten? Das bringen sie nicht übers Herz. Und sie hoffen natürlich, dass wir ihnen weiterhin zur Seite stehen und versuchen, für die Hunde und Katzen, die sie aufnehmen, gute Zuhause zu finden. Wir tun was wir können. Aber die Lage ist erdrückend …
Touristen hatten diesen Hund beobachtet, der in einer der Ferienanlagen im Raum Stintino herumirrte und um Futter bettelte. Die Touristen fragten dann herum, ob jemand den Hund kennen würde, aber wie üblich kannte ihn niemand. Und es interessierte sich auch niemand für das Schicksal des Hundes. Beiläufig erfuhren die Touristen dann, dass es in der Nähe Tierschützer gäbe, die sich um herrenlose Hunde kümmern würden. Und so kam dann der Kontakt zu unseren Partnern zustande, und der Hund konnte in Sicherheit gebracht werden.
Pachino, wie der junge Hund genannt wurde, hat sich im Rescue sehr schnell eingelebt. Er ist freundlich und verträglich, versteht sich gut mit seinen neuen Freunden und genießt auch die Freilaufzeit im großen Innenhof. Außerdem ist Pachino sehr menschenbezogen.
Wir wünschen uns für Pachino, dass er bald ein Zuhause findet bei lieben Menschen, die ihm ein Traumzuhause für immer schenken möchten. Pachino ist sehr aufgeweckt und gelehrig, ein liebevolles familiäres Umfeld, indem er gefordert und gefördert wird, wäre sicherlich ideal.
29.10.2022:
Der hübsche Pachino durfte direkt aus Sardinien in sein neues Zuhause in Nauen ziehen. Sein Frauchen hat sich sehr auf den Rüden gefreut, denn nach dem Tod ihrer Hündin fehlte einfach eine Fellnase an ihrer Seite. Pachino, der nun Schröder gerufen wird, wohnt nun in einer Wohnung, ganz in der Nähe von Wiesen und Feldern mit vielen Spazierwegen. Wenn Schröder Spaß daran hat, möchte sein Frauchen mit ihm Fahrrad fahren, schwimmen gehen und ihm Such- und Apportierspiele anbieten. Momentan lernen sich die beiden aber erst noch besser kennen. Schröder findet sein Frauchen aber schon richtig gut und weicht ihr nicht von der Seite. Es warten sicher viele schöne Jahre auf den lieben Rüden, uns bleibt, ganz viel Spaß zusammen zu wünschen.