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Amalia (31.10.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Diese Hündin, sie heißt Amalia, wird uns nun besonders ans Herz gelegt. Sie gehörte einem Schäfer, hütete brav dessen Schafherde. Und das, ohne dafür wirklich Liebe, Anerkennung und Respekt zu erhalten. Die Hunde haben ihre Aufgabe zu erledigen, und damit basta. Und wenn sie das nach Auffassung der Besitzer nicht so erfüllen, wie es erwartet wird, dann werden sie „entsorgt“. Insofern hatte Amalia noch das Glück, dass ihr Besitzer sie nicht einfach irgendwo aussetzte, in eine Schlucht warf oder sie erschoss. Er fragte in der LIDA an, ob man an ihr interessiert sein, dann könne man sie haben …

Uns dreht sich immer das Herz um, wenn wir von solch lieblosem Verhalten erfahren. Aber wir sind natürlich froh, dass Amalia leben darf. Im Rifugio ist sie nun in Sicherheit und wird gut versorgt.

Wir wünschen uns aber mehr für die schöne, freundliche Amalia, und so soll das Rifugio nicht die Endstation für sie sein. So schnell wie möglich möchten wir Amalia nach Deutschland holen, damit sie hier ihr Traumzuhause für immer finden kann. Als Maremmana braucht sie natürlich ein passendes häusliches Umfeld. Und ihre neue Familie sollte entweder schon über Erfahrung mit Herdenschutzhunden verfügen oder zumindest bereit sein, sich mit der Rasse zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.


06. August 2022:
Amalia durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.

28. August 2022:

Amalia hat sich toll auf ihrer Pflegestelle eingelebt und zeigt sich als menschenbezogene, offene, verschmuste und freundliche Fellnase. Sie ist sehr aufmerksam und hat auf die kurze Zeit schon einiges gelernt. Sie ist stubenrein und kann für eine gewisse Zeit mit den vorhandenen Hunden alleine bleiben. Mit den vorhandenen Hunden klappt es prima.

Amalia spielt und tobt gerne mit ihren Hundefreunden im Garten, beschäftigt sich aber auch gerne mal alleine. Das Laufen an der Leine muss noch geübt werden, sie hat keinerlei Ängste bei Begegnungen mit Fußgängern, Radfahrern oder Autos. Es ist halt noch vieles sehr spannend.

Amalia könnte einige Herdenschutzhundgene in sich tragen. Sie ist sehr aufmerksam, wachsam und hat einen starken Charakter.


31. Oktober 2022:

Amalia, die nun Naru heißt, lebt nun in Weeze an der Seite von zwei kastrierten Rüden, einer davon auch von proTier Martin adoptiert 18.08.2020 bei einem Paar in einem Haus mit einem großen Garten. Mit Amalia ist das Rudel nun komplett, alles funktioniert super und Amalia ist glücklich zwei so tolle Buben an ihrer Seite zu haben. Wir wünschen allen viel Freude miteinander!
 
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