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Sirius (21.12.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und die laufende Touristensaison sorgt ebenfalls für massiven Zustrom - es vergeht daher kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden und abgegeben werden. Außerdem werden von den Helfern der LIDA ebenfalls zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Während unseres Besuchs im Rifugio Mitte Oktober stellte uns Marco auch dieses Quintett vor und erzählte uns die Geschichte: Die Welpen wurden in Olbia gefunden. Zunächst wurden zwei Hundekinder gemeldet: Mary und Jo. Man holte sie am Fundort ab und brachte sie ins Rifugio. Wenige Tage später wurden an gleicher Stelle wieder Welpen gefunden, diesmal drei. Auch diese drei - Sirius, Spot und Sabo - wurden abgeholt. Recherchen ergaben dann, dass die fünf Welpen Geschwister sind, sie waren bei einer Familie, die in sehr traurigen Verhältnissen lebt, zur Welt gekommen. Man versuchte natürlich, auch der Mutter der Kleinen zu helfen, aber jegliche Hilfe wurde von den Leuten abgelehnt. Das ist schade, aber weiteres Eingreifen war nicht möglich.

Aber zumindest haben nun diese fünf zauberhaften Hundekinder die Chance auf eine bessere Zukunft. Sie entwickeln sich gut, sie sind freundlich und aufgeweckt. Und wir wünschen uns natürlich, dass auch für sie der Aufenthalt im Rifugio möglichst kurz sein wird. Denn es ist so übervoll dort, die Mitarbeiter sind alle am Rand ihrer Kräfte, und für eine individuelle Betreuung oder gar Förderung bleibt einfach keine Zeit.

Es wäre wunderbar, wenn Mary und ihre Brüderchen Jo, Sirius, Spot und Sabo bald das Rifugio hinter sich lassen und ihre Reise nach Deutschland antreten könnten. Hier sollen sie dann ihre Traumzuhause bei lieben Menschen finden, die ihnen engen Familienanschluss schenken, und zwar für immer.



26. November 2022:
Sirius durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.

04. Dezember 2022:

Der süße Sirius hat sich sehr gut auf seiner Pflegestelle eingelebt. Diese beschreibt ihn als ganz bezaubernden, kleinen Hundejungen. Er ist sehr schmusebedürftig und braucht die Nähe seiner Menschen.

Sirius spielt gerne, auch mit dem vorhandenem Hunden in der Pflegestelle, und tobt durch den Garten. Seine Erziehung steht natürlich noch ganz am Anfang. Die Stubenreinheit ist so gut wie gegeben. Alterstypisch kann er alles, was rumliegt, als „Beute“ gebrauchen. Eben die typischen Flausen eines Junghundes :-)

Er ist ein schlaues Kerlchen, er wird sicher schnell alles Nötige lernen und ein lebhafter und freundlicher Begleiter werden. Schon jetzt ist er sehr aufgeschlossen, neugierig und zeigt keine Ängste.

21. Dezember 2022:

Sirius lebt nun in Mülheim bei einem Ehepaar in einem Haus mit Garten. Ihr geliebter Hund Timmi musste über die Regenbogenbrücke gehen, und bei all der Trauer war das Leben doch auch sehr leer ohne Fellnase im Haus. Als das Paar ein Foto von Sirius sah, war es Liebe auf den ersten Blick - und so machte man sich auf den weitern Weg nach Bayern, um ihn kennenzulernen. Die richtige Entscheidung, denn Sirius durfte einziehen und wird das Haus mit fröhlichem Hundebellen füllen. Und wenn es in Urlaub geht, darf Sirius natürlich immer mit. Wir freuen uns sehr für alle und wünschen ein langes glückliches Miteinander. :)
 
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