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Roberta (17.12.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und die laufende Touristensaison sorgt ebenfalls für massiven Zustrom … es vergeht daher kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden und abgegeben werden. Außerdem werden von den Helfern der LIDA ebenfalls zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Während unseres Besuchs im Rifugio Mitte Oktober 2022 wurden uns auch diese beiden Findelkinder vorgestellt.

Als die beiden Schwesterchen in der Nähe von Berchideddu gerettet wurden, regnete es in Strömen und es wurde auch schon dunkel. Sie saßen hinter ihrer toten Mutter, die ganz offensichtlich schon ein paar Tage zuvor verstorben sein musste. Bestimmt hatten andere Menschen sie auch schon zuvor dort gesehen, aber die Not einfach ignoriert. Die beiden Hundekinder waren schon sehr geschwächt, hatten sicherlich schon tagelang nichts mehr zu essen gehabt. Sie waren voller Flöhe und ihr Fell zerrupft von der Räude. Zudem waren sie sehr verängstigt … kein Wunder bei dem, was den Kleinen zugestoßen war. Hätten nicht mitleidige Menschen endlich gehandelt, wären die beiden wohl auch bald elendiglich neben ihrer Mutter gestorben. Cosetta ist überzeugt, dass ein guter Stern die Retter geleitet hat. Zu Ehren einer großartigen, kürzlich verstorbenen Frau wurden die beiden Findelkinder Roberta und Roby genannt.

Als wir die beiden Hundemädchen kennenlernten, ging es ihnen schon deutlich besser. Da sie noch in der Quarantänephase waren, haben wir es natürlich vermieden, mit ihnen zu schmusen, um sie keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen und auch die Räude nicht auf andere Hunde, die wir noch kennenlernen sollten, zu übertragen.

Wir wünschen uns natürlich sehr, dass Roberta und Roby die Chance bekommen, das Rifugio bald wieder hinter sich lassen und in eine gute Zukunft starten zu können.

Es wäre toll, wenn diese beiden liebenswerten Hundemädchen noch in diesem Jahr ihre Reise nach Deutschland antreten und hier ihre passenden Familien finden würden, die ihnen ein Traumzuhause für immer mit engem Familienanschluss schenken möchten.



17. Dezember 2022:

Roberta durfte heute direkt in ihr neues Zuhause nach Aschaffenburg ziehen. Dort lebt sie mit Frauchen und Herrchen in einem Haus mit großem Garten, ebenso einem Reiterhof. Ihr neues Reich teilt sie sich nun mit ihrem neuen Hundefreund namens Bommer. Die Familie hatte schon immer Hunde aus dem Tierschutz und nach dem traurigen Verlust des letzten geliebten Vierbeiners sollte Bommer wieder eine nette Hundefreundin an seine Seite bekommen. Alle sind sehr glücklich über Roberta, die sich von der ersten Sekunde an wohl gefühlt hat und schnell aufgetaut ist. Wir freuen uns sehr über dieses Happy End und wünschen allen eine wundervolle gemeinsame und lange Zeit.
 
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