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Odessa (12.12.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Die Touristensaison ist zwar vorbei, während der immer viele Tiere abgegeben werden, die von Touristen gefunden wurden. Aber die Hilferufe von Privatleuten, die ihre Tiere abgegeben wollen, nehmen wieder zu. Denn die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, sind noch lange nicht überwunden. Manche Tiere geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Für diese Welpen hatte ein Schäfer um Hilfe gebeten. Die Mutterhündin wollte er aber auf jeden Fall behalten, da er sie für den Schutz seiner Schafherde braucht. Da die Welpen zu dem Zeitpunkt aber noch sehr jung waren, wurde dem Hilferuf unter zwei Bedingungen zugestimmt: 1. Die Mutterhündin begleitet ihre Kinder ins Rifugio und versorgt sie dort, so lange die Kleinen sie brauchen. 2. Die Mutterhündin wird vor der Rückgabe an den Schäfer kastriert. Da der Schäfer beiden Bedingungen zustimmte, kam also die Mama mit ihren sieben Zwergen ins Rifugio.

Dies war auch unter einem anderen Aspekt ein Glücksfall: Von den sieben Kindern sind sechs (!) Mädchen. Nicht auszudenken, zu was für einer Welpenschwemme allein diese sechs Mädchen hätten beitragen können, wenn sie bei dem Schäfer geblieben oder an andere Schäfer weitergegeben worden wären. Ein wahrer Albtraum!

Odessa, Oriella, Orsetta, Orsolina, Ottavia, Ottaviana und Ottavio konnten sich in sicherer Umgebung, versorgt mit gutem Futter und liebevoll umsorgt von ihrer wunderbaren Mama, bestens entwickeln. Sie sind sehr hübsche, propere Hundekinder geworden.

Es tut uns natürlich sehr leid, dass die liebe Mutterhündin an ihren Besitzer zurückgegeben werden muss. Aber das wurde versprochen und so muss es auch gehalten werden. Zumindest wird die Mama nun nie mehr den Stress haben, Welpen versorgen zu müssen.

Für die Kleinen soll das Rifugio aber auch nicht die Endstation sein. So schnell wie möglich möchten wir sie nach Deutschland holen, damit sie hier ihre Traumzuhause finden können. Als Maremmano-Mixe benötigen sie aber nicht nur liebe Familien, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit schenken und sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen. Sie brauchen auch das entsprechende häusliche Umfeld. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre perfekt, zumindest sollte aber die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit der Rasse zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.



14. März 2022:
Inzwischen sind die Babys zu sehr hübschen, lebhaften und aufgeweckten Hundekindern herangewachsen. Es ist nun an der Zeit, dass sie das Rifugio hinter sich lassen und ihre Reise nach Deutschland antreten sollten, damit sie hier ihre Traumzuhause finden können.

Videolink: https://youtu.be/OpW3w6d3Vcw

10. April 2022:

Odessa, Oriella, Orsetta, Orsolina, Ottavia, Ottaviana und Ottavio sind tolle Hundekinder, die nicht nur hübsch, sondern auch sehr freundlich und alterstypisch verspielt sind. Leider warten sie immer noch auf ihre Chance, nach Deutschland reisen zu können, um hier ihre Familien für immer zu finden.


16. April 2022:
Odessa durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.

26. Juli 2022:

Odessa hat sich mittlerweile gut auf ihrer Pflegestelle eingelebt. Hier muss sie sich dem Familienalltag einer 5-köpfigen Familie samt Hundeschwester stellen. Sie reagiert oft noch ängstlich auf neue Eindrücke oder fremde Menschen, liebt es aber ausgelassen mit anderen Hunden durch den Garten zu toben. Zu ihrem Glück ist ihre Schwester ganz in der Nähe untergebracht und mit ihr an der Seite ist Odessa noch gleich viel mutiger!

Tessi, wie sie liebevoll genannt wird, liebt es im Garten auf „ihrem“ Hügel zu liegen und ganz maremmanotypisch alles im Blick zu haben. Die tolle Maus ist bereits stubenrein. Das Laufen an der Leine bereitet ihr noch Unbehagen, aber ihre Pflegefamilie gibt ihr die Zeit, die sie braucht und gewöhnt sie Schritt für Schritt daran.

Beim Spielen mit ihrer Pflegeschwester sieht man bei Odessa immer öfter den Schalk im Nacken sitzen und ihre lustige und aufgeweckte Art kommt zum Vorschein. Mit ihren bernsteinfarbenen Augen und dem intensivem Blick lässt sie erahnen, welch toller Charakter in ihr steckt.

Die Herdenschutzhund-Gene kann die absolute Schönheit nicht verleugnen, aber wer bereit ist, sich mit den Eigenschaften dieser Hunde auseinanderzusetzen, bekommt einen treuen Begleiter fürs Leben.

Odessa braucht Menschen an ihrer Seite, die ihr das Leben zeigen, sie einfühlsam an den Alltag gewöhnen und Sicherheit geben. Ein Garten in Odessas Zuhause-für-Immer ist Pflicht, mit einem Hundekumpel würde sie durch dick und dünn gehen.


01. Oktober 2022:

Leider sucht Odessa, die von ihrer Pflegefamilie Tessa gerufen wird, immer noch ihr passendes Körbchen.

Odessa macht jeden Tag große Fortschritte. Die ganze Familie übt mit Odessa viele Alltagssituationen und zum Stolz aller reagiert Odessa in Situationen, die ihr anfangs Unbehagen bereitet haben, mittlerweile neugierig und interessiert. Sie läuft toll an der Leine, fährt problemlos im Auto mit und kann auch einige Zeit alleine Zuhause bleiben.

Viele fremde Menschen, Lärm und Hektik überfordern Odessa noch immer, aber gemeinsam mit ihrem Pflegefrauchen fällt es ihr nicht schwer, daran zu arbeiten. Mit ihrer unglaublichen Lebensfreude macht es viel Spaß, die großen und kleinen Herausforderungen des Alltags zu bewältigen. Fremden gegenüber, die allzu forsch auf sie zugehen, ist sie noch zurückhaltend.

Rundherum ist Tessa-Maus einfach ein Schatz! Sie entwickelt sich zu einem tollen Familienhund und ist bereit, mit ihren eigenen Menschen durchzustarten.

12. Dezember 2022: 
Lange Zeit wurde hin und her überlegt, ob man einem eigenen Hund gerecht werden könnte. Viel über Hundeerziehung gelesen, Infos gesammelt und Rassemerkmale erforscht. Auf alle Fälle sollte das neue Familienmitglied aus dem Tierschutz stammen. Frauchen hat bereits ein Pferd aus dem Tierschutz - hier hat sie erfahren, dass mit Geduld, Liebe, Zeit und dem nötigen Fingerspitzengefühl auch aus einem ängstlichen Lebewesen ein fröhlichen Begleiter werden kann. Und dann entdeckte Frauchen Odessa. Sofort wurde der Kontakt zu unserer zuständigen Vermittlerin aufgenommen, um mehr über diese tolle Maus zu erfahren. Nach einigen Gesprächen, vorallem mit der Pflegestelle von Odessa war klar: Sie muss besucht werden. Eine passende Unterkunft fürs Besuchswochenende wurde gebucht und los ging die Reise. :) Der Funke sprang sofort über und Frauchen und ihre Tochter haben Tessa (diesen Namen hat ihr bereits ihre Pflegefamilie gegeben) sofort ins Herz geschlossen. Tessa wohnt nun in Ostbevern in einer schönen EG-Wohnung mit eigenem eingezäunten Garten. Hier lässt sie sich als Einzelprinzessin verwöhnen. Lange alleine bleiben muss die Maus nicht, denn Frauchen arbeitet die meiste Zeit im Homeoffice. Alle Unternehmungen sind mit Tessa geplant. Die beste Freundin von Frauchen hat zwei Fellnasen und steht mit Rat und Tat zur Seite, sollte es mal einen Engpass bei der Betreuung geben. Natürlich dürfen die Fellnasen viel zusammen unternehmen. Wir wünschen Tessa und ihrer Familie alles Liebe und bedanken uns, dass für Frauchen und ihre Tochter die weite Anreise kein Hindernis waren und Tessa diese tolle Chance auf ein schönes Zuhause bekommen hat.
 
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