Unsere Partner in Stintino helfen, wo sie können. Während der Pandemie mit all ihren Einschränkungen waren sie oft an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen, hatten aber nie aufgegeben. Es sah Anfang des Jahres so aus, als ob bald alles wieder „normal“ laufen würde. Dass es – bedingt durch den Krieg in der Ukraine mit all seinen weltweiten schrecklichen Auswirkungen - noch schlimmer kommen könnte, als zu Pandemiezeiten: Das hätte niemand erwartet. Aber was sollen unsere Partner tun? Sollen sie ignorieren, wenn ein Hilferuf sie erreicht? Sollen sie wegschauen, wenn sie selbst ein herrenloses Tier finden? Sollen sie abwinken, wenn Touristen um Hilfe für einen Findling bitten? Das bringen sie nicht übers Herz. Und sie hoffen natürlich, dass wir ihnen weiterhin zur Seite stehen und versuchen, für die Hunde und Katzen, die sie aufnehmen, gute Zuhause zu finden. Wir tun was wir können. Aber die Lage ist erdrückend …
Als wir unsere Partner in Stintino Anfang September besuchten und gerade ein paar Neuzugänge fotografierten, ging das Telefon. Ein Mitarbeiter der ASL, also der Gesundheitsbehörde, rief an: Man hatte einen Karton mit drei ganz winzigen Welpen gefunden, wahrscheinlich müssten sie noch mit der Flasche gefüttert werden, ob denn Paola helfen könnte …
Natürlich sagte sie nicht nein, obwohl ihr bewusst war, was da wieder an besonderer Arbeit auf sie zukommen würde. Denn Flaschenkinder großziehen ist eine Aufgabe, die nur jemand übernimmt, der mit ganzem Herzen Liebe zu den hilflosen Geschöpfen empfindet. Und so machte sich Pierpaolo auf den Weg, sich mit dem ASL-Mitarbeiter zu treffen, um die Babys zu übernehmen.
Als der Karton mit dem kostbaren Inhalt ankam, waren wir natürlich auch zutiefst berührt. Und wir konnten nur hoffen, dass diese wundervollen kleinen Wesen es schaffen würden.
Die Freude war also entsprechend groß, als wir während unserer Projekttour im Oktober dann die Kleinen wiedersahen, die sich zu niedlichen, properen Hundekindern entwickelt hatten. Clivia, Carma und Cosmo sind ein wirklich ganz entzückendes Trio. Für die drei wünschen wir uns, dass sie so bald wie möglich die Reise nach Deutschland antreten können, damit sie hier ihre Traumzuhause finden bei lieben Menschen, die ihnen engen Familienanschluss schenken möchten.
Möchten Sie Ihre Familie mit einem der drei zauberhaften Hundekinder bereichern?
26. November 2022:
Cosmo durfte direkt in sein Zuhause nach Maxhütte-Haidhof ziehen. Er lebt nun in einem Mehrgenerationenhaus mit Garten. Frauchen arbeitet nur Teilzeit, so muss Cosmo nie lange alleine sein. Frauchen und ihre Mutter sind selbst aktiv im Tierschutz und wollten gerne wieder einem Hund aus dem Tierschutz ein zuhause schenken. Hund, Katzen und Hasen leben ebenfalls im Haushalt - alle vom Tierschutzverein Schwandorf. Sie hatten ein Leben lang Hunde, immer bis zu ihrem Tode. Wir wünschen viele schöne Jahre miteinander.