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Calogero (14.10.)


Während unserer Projekttour im Mai 2024 besuchten wir natürlich auch unser Partnertierheim in Olbia, das Rifugio der LIDA. Dort wurden wir schon sehnsüchtig erwartet, denn es gab etliche Neuzugänge, die uns vorgestellt werden sollten.

Zu diesen Neuzugängen gehörte dieses Sextett: Calogero, Cecilia, Celenia, Cesare, Cesarea und Cimina. Die Mama dieser Welpen war eine Streunerin. Sie hatte sich hochträchtig bei einem Schäfer eingefunden und wie selbstverständlich begonnen, seine Herde zu schützen. So hatte sie bleiben dürfen und konnte dort auch ihre Babys zur Welt bringen. Als die Kleinen dann anfingen, in der Campagna herumzustromern, bat der Schäfer die LIDA um Hilfe, denn zum einen konnte er nicht alle Kleinen behalten, zum anderen wollte er verhindern, dass auch sie zu Streunern würden.

Nach und nach wurden dann sechs der Geschwister – vier Mädchen und zwei Buben – eingefangen und ins Rifugio gebracht. Die Mama und zwei kleine Rüden wollte der Schäfer behalten, denn die Mama hatte sich schon bestens als Schützerin der Schafherde eingearbeitet, so dass er sie nicht mehr missen wollte. Ihre Buben sollten dann im Laufe der Zeit lernen, ihre Mama bei der Arbeit zu unterstützen. Die Mama wurde inzwischen durch die LIDA kastriert, so dass kein weiterer Nachwuchs zu befürchten ist.

Calogero, Cecilia, Celenia, Cesare, Cesarea und Cimina waren erst kurz vor unserem Besuch angekommen und waren noch etwas reserviert. Aber das war ja verständlich, stürmte ja so viel Neues auf sie ein, so viele fremde Menschen wuselten herum, und dann der unglaubliche Lärm der Hunde im übervollen Rifugio ... Da mussten sich die Kleinen erst einmal dran gewöhnen.

Was diese sechs Hundekinder jetzt brauchen ist menschliche Zuwendung. Doch uns ist klar: Das können die Mitarbeiter des Rifugio nicht leisten. Sie haben so viel damit zu tun, die Gehege sauber zu halten, zu füttern usw., dass für individuelle Streicheleinheiten oder mehr definitiv keine Zeit bleibt. Und Gassigänger gibt es auch nur ein paar – viel zu wenige, um allen Hunden diese Abwechslung und das Leinentraining zu ermöglichen.

Wir wünschen uns deshalb sehr, dass Calogero, Cecilia, Celenia, Cesare, Cesarea und Cimina so schnell wie möglich die Chance erhalten, das Rifugio wieder hinter sich lassen und in ein gutes neues Leben starten zu können.

In Deutschland sollen die sechs Hundekinde dann ihre Familien finden, die ihnen das Traumzuhause für immer schenken und sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen. Da Calogero, Cecilia, Celenia, Cesare, Cesarea und Cimina deutlich Maremmanogene in sich tragen, sollte das häusliche Umfeld entsprechend sein. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre hilfreich, zumindest sollte aber die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit den Rassemerkmalen zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.



20. August 2024:

Zwei unserer Teamkolleginnen machten sich Mitte August spontan auf den Weg nach Sardinien, um unsere Schützlinge persönlich kennenzulernen und zu fotografieren.

Sie besuchten auch Calogero, Cecilia und Cimina. Ihre Geschwister Cesare, Cesarea und Celenia hatten bereits das große Glück, nach Deutschland reisen zu dürfen.

Alle drei haben sich zu wunderhübschen Junghunden entwickelt. Calogero und Cicilia waren sehr aufgeschlossen und freuten sich über die Streicheleinheiten. Cimina blieb anfangs etwas auf Abstand, aber nach einer gewissen Zeit fand auch sie heraus, dass es richtig toll sein kann, an den Öhrchen gekrault zu werden :-)

Wir hoffen sehr, dass sie das triste Leben im Canlie schon bald hinter sich lassen dürfen und liebe Familien finden, bei denen sie ein glückliches Hundeleben führen können.



31. August 2024:
Calogero durfte auf seine deutsche Pflegestelle reisen.

09. September 2024:

Der hübsche Calogero hat sich in Windeseile auf seiner Pflegestelle eingelebt. Zu seiner Pflegefamilie hat er schnell Vertrauen gefasst und zeigt sich hier als sehr anhänglich und verschmust.

Seine neue Umgebung wird von ihm neugierig untersucht und er zeigt an vielem Interesse. Junghund typisch hat er noch einige Flausen im Kopf. Mit den Hunden in der Pflegestelle lebt er sozial und friedlich zusammen. Mit Umweltreizen tut er sich hin und wieder noch etwas schwer, so dass man ihm beim Gassigehen ein wenig Stütze in Form von Sicherheit geben und vermitteln muss, aber Calogero ist neugierig genug, um an alles mit Ruhe und Geduld herangeführt werden zu können.

Calogero ist Menschen gegenüber noch ein wenig vorsichtig, aber neugierig. Gibt man ihm ein wenig Zeit, kommt er von allein und holt sich auch seine Streicheleinheiten ab. Die Stubenreinheit hat er auf Anhieb verstanden. An der Erziehung wird bereits gearbeitet.

14. Oktober 2024:

Calogero, der nun Cahli gerufen wird, durfte heute in sein neues Zuhause nach Stein ziehen. Es war für alle Beteiligten Liebe auf den ersten Blick als Calogero beim Bark Date entdeckt wurde. Auch beim Besuch war es, vor allem bei Herrchen, als ob sie schon immer zusammen gehören würden. Der Besuch einer Hundeschule ist schon geplant und es stehen viele Wanderungen und Ausflüge an. Die Rückmeldungen sind sehr positiv und wir freuen uns für unsere hübsche Fellnase :)
 
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