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Orsetta (16.09.)


Aktuell ist die Lage mal wieder besonders katastrophal. Und die Lage ist so schlimm, weil viele Einheimische immer noch nicht verstanden haben, wie wichtig es ist, ihre Tiere kastrieren zu lassen, statt zuzusehen, wie sie sich ungehemmt vermehren. Und wenn dann der unerwünschte Nachwuchs da ist, wird er entweder getötet, in der Campagna entsorgt (was meist auch den Tod bedeutet) oder in einem Canile abgeliefert (was ein Leben in Dreck und Elend bedeutet). Die Gründe sind vielfältig: Man will kein Geld ausgeben. Man hat das früher auch nicht gemacht. Der liebe Gott will das nicht. Kastrieren ist wider die Natur. Und was es sonst noch an unsinnigen bis dummen Ausreden gibt ...

Auch diese Hundekinder waren die Leidtragenden dieser ignoranten, verantwortungslosen Verhaltensweise. Tierfreundliche Menschen hatten in der Campagna an einem Zaun einen großen Sack bemerkt. Und dieser Sack bewegte sich. Sie ahnten schon, was sie finden würden, und so war es dann auch: Elf Hundebabys steckten in dem Sack. Sie waren noch sehr jung, sie hätten auf jeden Fall noch die Mutter gebraucht. Doch man hatte sie ihrer Mutter (vielleicht waren es auch zwei oder drei Mütter) entrissen und wie Müll weggeworfen.

Die Finder waren entsetzt: Was sollten sie jetzt mit diesen Babys tun? Auf keinen Fall wollten sie die Kleinen in das Canile bringen, das für den Bereich, in dem die Kleinen gefunden worden waren, zuständig gewesen wäre. Die Kleinen sollten, nachdem sie nun gerettet waren, nicht dem Elend ausgeliefert werden, das sie in dem Canile erwartet hätte. Die Finder nahmen die Kleinen erst mal mit nach Hause und versuchten dann, Lösungen zu finden. Über Umwege kam dann unsere Partnerin Sandra ins Spiel, die uns sofort von dem Fall berichtete. Zwei der Welpen hatten schon die Zusage auf ein Zuhause, also ging es noch um neun Welpen. Aber Sandra hätte es nicht geschafft, neun Flaschenkinder rund um die Uhr zu versorgen. Die Lösung war dann, dass die Finder sowie einige Freunde sich der Aufgabe annehmen würden, die Flaschenkinder zu versorgen, bis sie alt genug wären, selbständig zu futtern. So wurde es dann auch gemacht. Die Kleinen wurden wirklich gut betreut, sie entwickelten sich prächtig. Und als sie dann alt und kräftig genug waren, wurden sie zu Sandra in die Pension gebracht.

Während unserer Projekttour Ende Juni 2024 lernten wir die Hundekinder kennen, und können nun Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta vorstellen. Ob alle neun Geschwister sind, ist schwer zu sagen. Wir vermuten, dass sie von zwei Müttern stammen könnten. Alle neun Hundekinder sind jedoch ausgesprochen freundlich, aufgeweckt und alterstypisch neugierig und verspielt. Man merkt, dass sie etliche Wochen in familiärem Umfeld leben durften.

Leider hat unsere Partnerin Sandra nur wenig Zeit, um mit den Kleinen zu spielen und zu schmusen. Dabei wäre dies so wichtig, zumal die Hundekinder ja auch über etliche Wochen viel Zuwendung erfahren haben. Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta fanden die Fotoaktion ziemlich spannend und wuselten alle fröhlich und unbefangen um uns herum. Sie genossen es sehr, dass da drei Menschen waren, die sich so intensiv mit ihnen befassten, und waren recht enttäuscht, als wir dann ihre Box wieder verließen.

Wir wünschen uns nun sehr, dass der Aufenthalt bei Sandra nur eine kurze Zwischenstation ist und Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta so bald wie möglich ihre Reise nach Deutschland antreten können.

Sie sollen dann hier ihre Zuhause bei lieben Menschen finden, die ihnen engen Familienanschluss und ein langes, glückliches Hundeleben schenken.


31. August 2024:
Orsetta durfte auf ihre deutsche Pflegestelle reisen.

07. September 2024:

Orsetta durfte gemeinsam mit ihren Geschwistern auf ihre Pflegestelle nach Ulrichstein, einer Kleinstadt im mittelhessischen Vogelsbergkreis, reisen und hat sich dort schon gut eingelebt. Sie ist eine muntere kleine Fellnase, die Streicheleinheiten genießt. Sie hat noch allerlei liebenswerte Flausen im Kopf und muss nun das Leben mit all seinen Vielfältigkeiten kennenlernen. Orsetta ist eine aufgeschlossene Fellnase, die offen auf Menschen zugeht. Sie ist neugierig und an den Geschehnissen um sich herum interessiert.

16. September 2024:
Die niedliche Orsetta, die nun liebevoll Rosi genannt wird, hat ein schönes Zuhause bei einer Familie in Wiesbaum, einer Ortsgemeinde im Bundesland Rheinland-Pfalz, gefunden. Diese haben Rosi auf ihrer Pflegestelle besucht, gemeinsam ging man spazieren und verbrachte Zeit miteinander. So ist es kein Wunder, dass der Funke sofort übergesprungen ist. Nach ersten Rückmeldungen hat sich Rosi gut eingelebt. Rosi kann nun Haus und Garten unsicher machen und hält ihre Familie auf Trab. Alleinbleiben muss sie auch nicht, da ihre Familie bereits zu Hause ist. Wir freuen uns sehr, dass Rosi so ein tolles Zuhause gefunden hat und sind auf weitere Bilder und Berichte gespannt.
 
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