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Olmero (14.10.)


Aktuell ist die Lage mal wieder besonders katastrophal. Und die Lage ist so schlimm, weil viele Einheimische immer noch nicht verstanden haben, wie wichtig es ist, ihre Tiere kastrieren zu lassen, statt zuzusehen, wie sie sich ungehemmt vermehren. Und wenn dann der unerwünschte Nachwuchs da ist, wird er entweder getötet, in der Campagna entsorgt (was meist auch den Tod bedeutet) oder in einem Canile abgeliefert (was ein Leben in Dreck und Elend bedeutet). Die Gründe sind vielfältig: Man will kein Geld ausgeben. Man hat das früher auch nicht gemacht. Der liebe Gott will das nicht. Kastrieren ist wider die Natur. Und was es sonst noch an unsinnigen bis dummen Ausreden gibt ...

Auch diese Hundekinder waren die Leidtragenden dieser ignoranten, verantwortungslosen Verhaltensweise. Tierfreundliche Menschen hatten in der Campagna an einem Zaun einen großen Sack bemerkt. Und dieser Sack bewegte sich. Sie ahnten schon, was sie finden würden, und so war es dann auch: Elf Hundebabys steckten in dem Sack. Sie waren noch sehr jung, sie hätten auf jeden Fall noch die Mutter gebraucht. Doch man hatte sie ihrer Mutter (vielleicht waren es auch zwei oder drei Mütter) entrissen und wie Müll weggeworfen.

Die Finder waren entsetzt: Was sollten sie jetzt mit diesen Babys tun? Auf keinen Fall wollten sie die Kleinen in das Canile bringen, das für den Bereich, in dem die Kleinen gefunden worden waren, zuständig gewesen wäre. Die Kleinen sollten, nachdem sie nun gerettet waren, nicht dem Elend ausgeliefert werden, das sie in dem Canile erwartet hätte. Die Finder nahmen die Kleinen erst mal mit nach Hause und versuchten dann, Lösungen zu finden. Über Umwege kam dann unsere Partnerin Sandra ins Spiel, die uns sofort von dem Fall berichtete. Zwei der Welpen hatten schon die Zusage auf ein Zuhause, also ging es noch um neun Welpen. Aber Sandra hätte es nicht geschafft, neun Flaschenkinder rund um die Uhr zu versorgen. Die Lösung war dann, dass die Finder sowie einige Freunde sich der Aufgabe annehmen würden, die Flaschenkinder zu versorgen, bis sie alt genug wären, selbständig zu futtern. So wurde es dann auch gemacht. Die Kleinen wurden wirklich gut betreut, sie entwickelten sich prächtig. Und als sie dann alt und kräftig genug waren, wurden sie zu Sandra in die Pension gebracht.

Während unserer Projekttour Ende Juni 2024 lernten wir die Hundekinder kennen, und können nun Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta vorstellen. Ob alle neun Geschwister sind, ist schwer zu sagen. Wir vermuten, dass sie von zwei Müttern stammen könnten. Alle neun Hundekinder sind jedoch ausgesprochen freundlich, aufgeweckt und alterstypisch neugierig und verspielt. Man merkt, dass sie etliche Wochen in familiärem Umfeld leben durften.

Leider hat unsere Partnerin Sandra nur wenig Zeit, um mit den Kleinen zu spielen und zu schmusen. Dabei wäre dies so wichtig, zumal die Hundekinder ja auch über etliche Wochen viel Zuwendung erfahren haben. Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta fanden die Fotoaktion ziemlich spannend und wuselten alle fröhlich und unbefangen um uns herum. Sie genossen es sehr, dass da drei Menschen waren, die sich so intensiv mit ihnen befassten, und waren recht enttäuscht, als wir dann ihre Box wieder verließen.

Wir wünschen uns nun sehr, dass der Aufenthalt bei Sandra nur eine kurze Zwischenstation ist und Odan, Olimpia, Olmero, Olmo, Oreste, Orfeo, Oriella, Ornella und Orsetta so bald wie möglich ihre Reise nach Deutschland antreten können.

Sie sollen dann hier ihre Zuhause bei lieben Menschen finden, die ihnen engen Familienanschluss und ein langes, glückliches Hundeleben schenken.


31. August 2024:
Olmero durfte auf seine deutsche Pflegestelle reisen.

07. September 2024:

Olmero durfte gemeinsam mit seinen Geschwistern auf seine Pflegestelle nach Ulrichstein, einer Kleinstadt im mittelhessischen Vogelsbergkreis, reisen und hat sich dort schon gut eingelebt. Er ist ein munterer und agiler Junghund, der aber auch als sehr verschmust beschrieben wird. Er hat noch allerlei liebenswerte Flausen im Kopf und muss nun das Leben mit all seinen Vielfältigkeiten kennenlernen.

An der Stubenreinheit wird gearbeitet, ebenso wie das Laufen an der Leine.

Olmero ist aufgeschlossen und geht offen auch andere Menschen zu. Er ist neugierig und an den Geschehnissen um sich herum interessiert. Wir können ihn uns gut in einer Familie mit Kindern oder auch als Zweithund vorstellen.

Für Olmero suchen wir ein Zuhause möglichst mit Garten.

06. Oktober 2024:

Leider wartet Olmero in Ahrensfelde bei Berlin immer noch auf seine Menschen. Olmero ist ein ganz freundlicher und menschenbezogener Hundebub, der gern spielt und das Leben genießt. Er läuft gut an der Leine und versteht sich prima mit den vorhandenen Hunden der Pflegefamilie. Olmero ist sehr gelehrig und hat weitestgehend verstanden, was Stubenreinheit bedeutet. Aber es gibt so viel Neues zu entdecken, dass man das Wesentliche ja auch mal vergessen kann.

Olmero sucht die Nähe zum Menschen und freut sich über jede Streicheleinheit, die er ergaunern kann.

14. Oktober 2024:
Der niedliche Olmero, der nun liebevoll Luigi genannt wird, hat ein schönes Zuhause bei einer Familie mit Kindern in Berlin gefunden. Diese haben Olmero auf seiner Pflegestelle besucht, gemeinsam ging man spazieren und Streicheleinheiten durften auch nicht fehlen. So ist es kein Wunder, dass der Funke sofort übergesprungen. Luigi erwarten nun viele ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen sowie noch mehr Streicheleinheiten und Tobe-Einheiten mit den Kindern. Die Wurzeln von seinem Herrchen liegen in Italien, so dass die Verständigung passt :-). Alleinbleiben muss er auch kaum, da sein Herrchen zu Hause arbeitet. Alternativ könnte er auch mit ins Büro. Auch soll Luigi ein Schulkind werden, der gemeinsame Besuch der Hundeschule ist geplant. Er ist ein pfiffiges kleines Kerlchen, der sicher viel Freude daran haben wird. Wir freuen uns sehr, dass ein Luigi so tolles Zuhause gefunden hat und sind auf weitere Bilder und Berichte gespannt.

 
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