Mitte Oktober 2024 waren wir wieder auf Team-Tour. Vier Tage lang wurden wir von engagierten Team-Mitgliedern begleitet, die unsere Partner und Hunde und Katzen kennenlernen bzw. wiedersehen wollten. Unsere erste Station war das Rescue unserer Partner in Stintino, wo es neben schon bekannten Tieren auch etliche Neuzugänge gab.
Zu den Neuzugängen gehörte dieses goldige Sextett. Die winzigen, hilflosen Babys waren einfach weggeworfen worden. Achtlos. Wie Müll. Es war zu der Zeit sehr schlechtes Wetter auf Sardinien, es regnete tagelang in Strömen. Sie hätten sicherlich nicht mehr lange überlebt, denn sie waren schon völlig durchnässt, durchfroren und bereits sehr geschwächt, als sie von einer tierlieben Frau in einem Gebüsch entdeckt wurden. Die Finderin wollte die Kleinen auf keinen Fall in das örtliche Canile bringen. Es hat keinen guten Ruf, und es wäre vermutlich das Todesurteil für die Kleinen gewesen. Da sie aber unsere Partner kannte, lag nahe, sie zu fragen, ob sie die Babys aufnehmen würden.
Und so wurden sie im Rescue von Stintino aufgenommen, wo sie liebevoll gepäppelt wurden. Isabel, Iosto, Ivo, Ippo, Icnusa und Isidoro haben sich alle zu hübschen Hundekindern entwickelt. Glücklicherweise auch der kleine Isidoro. Er war bei seiner Ankunft in schlechtestem Zustand, und ist im Vergleich zu seinen Geschwistern immer noch sehr zart. Er lebt deshalb auch noch mit im Haus. Es ist eine Freude, ihn dort beim unermüdlichen Spielen, insbesondere mit einer der kleinen Katzen, die auch im Haus lebt, zu beobachten.
Wie immer soll der Aufenthalt im Rescue nur von kurzer Dauer sein. Es wäre schön, wenn Isabel, Iosto, Ivo, Ippo, Icnusa und Isidoro bald nach Deutschland reisen könnten und dort bei lieben Menschen ihre Traumzuhause fänden.
09. November 2024:
Ippo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
25. November 2024: Bereits schon seit einiger längeren Zeit war die Familie auf der Suche nach einem passenden Vierbeiner als Familienmitglied. Aber die Suche gestaltete sich vorerst etwas kompliziert. Als Hundeanfänger sollte es natürlich ein einfach zu händelndes, liebes, menschenbezogenes Fellnaserl sein. Vom Tierschutz, der auf auf alle Fälle seriös sein sollte. Eine Hundeschule durfte auch nicht fehlen, diese sollte erfahren sein und die richtigen Trainingsmethoden haben. Und was man ja sonst noch alles besorgen muss. :) Es wurde viel gelesen, viel in der Familie beraten und diskutiert. Einige Tierschutz-Orgas wurden angeschrieben und auch ein paar Fellnasen besucht. Aber irgendwie klappte es nicht. Ein letzter Versuch...und so landete eine sehr nette Mail bei unserer Kollegin. Auch hier war es zunächst nicht ganz so einfach, eine passende Fellnase zu finden. Kaum fiel ein Vierbeiner ins Auge, war er entweder bereits adoptiert oder es passten die Rasse-Eigenschaften etc. nicht. „Pflegestelle mit Option beim nächsten Trapo“ lautete das Stichwort. Und somit hat nun Ippo das große Los gezogen. Er darf nun für immer bei seiner Pflegestelle in Langenzenn wohnen bleiben. Er darf als Einzelprinz Haus, Garten und seine Familie verwalten. ;)
Alle sind sehr glücklich, dass es dieses wunderschöne Happy End gibt. Und ein toller, sehr erfahrener Hundetrainer aus der näheren Umgebung wurde gefunden und engagiert. Gerade am Anfang ist eine professionelle „Einarbeitung“ bei Hundeanfängern wirklich sehr hilfreich. Lange alleine bleiben muss Ippo nicht. Herrchen muss nicht mehr arbeiten, Frauchen geht halbtags ins Büro und nachmittags ist ja auch noch der Teenager-Sohn der Familie Zuhause. Alle Familienmitglieder haben sich gemeinsam auf das Abenteuer „Hund“ eingelassen und ziehen an einem Strang. Ippo dankt es ihnen mit seiner vollen Aufmerksamkeit und lernt wie ein kleiner Streber das Hundeeinmaleins.