test

Angela (11.02.)


Ende April 2025 erreichte uns per Mail ein Hilferuf von einem Mann, der in einem Dorf in der Nähe von Sassari lebt. Er hatte von seinem Bruder zwei Hunde übernommen, doch nun hatte er großen Stress mit seinem Vermieter. Der duldete die Hunde nicht im Haus und wollte auch nicht, dass sie im zum Haus gehörigen Gartengelände frei herumliefen. So zimmerte der Mann eine notdürftige "Hütte" zusammen, damit die Hunde zumindest einen Unterschlupf hätten, und grenzte alles mit einem Zaun ab. Der Mann und seine Frau hatten die Hunde gern, gingen auch mit ihnen spazieren, so oft es ihre Zeit erlaubte. Ansonsten waren die Hunde eingesperrt. Es war insgesamt eine erbärmliche Situation, die das Paar den Hunden nicht länger zumuten wollte. Der Mann bat dann bei verschiedenen Organisationen um Hilfe. Doch entweder kam gar keine Antwort oder eine Ablehnung. Der Mann war schon sehr verzweifelt, als er schließlich bei uns landete.

Er schilderte beide Hunde als sehr menschenbezogen und freundlich, hängte auch Bilder an, die aber leider sehr schlecht und wenig aussagefähig waren. Ich erklärte ihm, dass wir trotzdem versuchen wollten, ihm bzw. den Hunden zu helfen, jedoch vorab noch einige Fakten klären müssten.

Da wir bei Übernahmen von Hunden von Privatleuten sowohl auf Sardinien als auch in Deutschland sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatten, weil wir hinsichtlich Verhaltensweisen der Hunde angelogen oder schwere Krankheiten verschwiegen worden waren, wollte ich angesichts der ohnehin angespannten Pflegestellensituation auf Sardinien kein Risiko eingehen. Ich bat daher eine unserer aktiven Helferinnen, die nicht weit entfernt von dem hilfesuchenden Mann entfernt wohnte, sich die Situation vor Ort anzuschauen und sich einen Eindruck von den Hunden zu machen.

Gesagt. Getan. Und nach dem, was unsere Helferin berichtete, konnten wir dann entscheiden, die beiden Hunden aus ihrer wirklich traurigen Situation herauszuholen - und zwar so schnell wie möglich. Da bei unserer Helferin gerade ein Gehege freigeworden war, erklärte sie sich sofort bereit, die beiden Hunde aufzunehmen, und organisierte die Abholung der beiden. Mit einer sehr lieben Mail bedankte sich der Mann dann noch bei uns, dass die beiden Hunde nun durch uns die Chance bekämen, richtig gute Zuhause zu finden.

Angela und Zeus, wie die beiden Hunde heißen, lernten wir dann während unserer Projektreise Anfang Juni persönlich kennen. Und ja, es sind wirklich zwei liebenswerte, sehr freundliche und menschenbezogene Hunde, die ihr neues Umfeld sehr genießen. Der Gedanke, wie erbärmlich sie längere Zeit hatten leben müssen, weil herzlose Menschen ihnen nicht mal das Mindestmaß an Bewegungsfreiheit erlaubt haben, machte uns sehr traurig.

Doch nun haben Angela und Zeus die besten Chancen, ihr Glück noch zu toppen: Indem sie bald nach Deutschland reisen dürfen, um hier bei lieben Menschen, die sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen, ihre Traumzuhause für immer zu finden. Möchten Sie Angela oder Zeus das glückliche Hundeleben schenken, das sie so sehr verdient haben?




16. Dezember 2025:
Angela durfte auf ihre deutsche Pflegestelle reisen.

11. Februar 2026:
Unsere liebe Angela hat ein Zuhause im niederrheinischen Sonsbeck gefunden. Sie lebt mit ihrem Herrchen in einer Wohnung, die sie sich problemlos auch mit zwei Samptpfoten teilt. Gleich in der Nähe gibt es entlang eines Baches schöne Spazierwege. Angela begleitet ihr Herrchen, das bereits in Rente ist, nun auf seinen ausgiebigen Wanderungen. Da haben sich zwei „gesucht und gefunden“, könnte man sagen. Herrchen ist auch, nach dem Verlust des Vorgängerhundes, froh sein „Mädchen“, wie er Angela ruft, an seiner Seite zu haben. Es ist schön, zu wissen, dass Angela nun wieder ganz viel liebevolle Zuwendung bekommt. Sie genießt es sichtlich, sich ankuscheln zu können und ein warmes Plätzchen zu haben. Wir freuen uns mit über das Happy End für die tolle Angela und wünschen viele glückliche Jahre miteinander.
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack