Eine Tierschützerin, die wir schon länger kennen, von der wir in den vergangenen Jahren auch gelegentlich mal den einen oder anderen Hund übernommen haben, hatte uns Anfang Januar 2026 um Hilfe gebeten. Sie ist aus verschiedenen Gründen in Not: Zum einen ist sie gesundheitlich angeschlagen, eine OP ist erforderlich, zum anderen steht sie unter Druck, das Grundstück, auf dem sie ihre Schützlinge untergebracht hat, räumen zu müssen. Und das möglichst bald ...
Da wir gerade auf Sardinien waren, nutzten wir die Gelegenheit, die Hunde kennenzulernen und machten uns auf den Weg Richtung Süden. Glücklicherweise war es mal ein paar Stunden trocken, sodass die Hunde auch nicht aussahen, wie frisch aus dem Teich gezogen ...
Wir wurden jedenfalls von allen Hunden, die aktuell bei der Tierschützerin in Obhut sind, freudigst begrüßt, als ob wir alte Bekannte wären. Es machte sehr viel Spaß, sich mit diesen tollen Hunden zu beschäftigen. Man merkte allen Hunden an, dass sich gut um sie gekümmert wurde.
Neben den eher großen Hunden gab es dann auch noch zwei kleine Hunde, die uns vorgestellt wurden: Liù und Tom.
Liù war als junge Hündin zu einem Paar aus der Schweiz, das in Sardinien lebt, adoptiert worden. Später hatten die Leute dann auch noch Tom aufgenommen. Doch nun wollte das Paar zurück in die Schweiz – aber ohne ihre Hunde. Und so gaben sie die beiden an die Tierschützerin zurück.
Liù ist eine sehr lebhafte kleine Hündin, sehr selbstbewusst und Terrier-typisch eigensinnig. Sie hat sich zwar auch von Wolfgang auf den Schoß nehmen lassen und sie mag auch Streicheleinheiten. Aber lieber flitzt sie über die Wiese und wenn es dann noch ein Bällchen oder dergleichen gibt, dass sie fangen und genüsslich beknabbern darf, dann ist sie richtig zufrieden.
Dass sie überhaupt noch recht menschenbezogen ist, ist umso erstaunlicher, wenn man weiß, welch schlechte Erfahrungen sie mit „ihren“ Menschen machen musste. Ihr Besitzer hat nämlich versucht, sie anzuzünden, davon zeugt noch die große Narbe über ihrem rechten Hinterbein. Wer oder was den Mann daran gehindert hat, sein Werk zu vollenden, wissen wir nicht.
Tom ist glücklicherweise von solchen Misshandlungen verschont geblieben. Er ist ausgesprochen menschenbezogen, genoss es, bei Wolfgang auf dem Schoß zu sitzen und gestreichelt zu werden.
Da Liù sich Tom gegenüber oft sehr dominant verhält und beide auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben, um glücklich zu sein, wollen wir uns an die Empfehlung der Tierschützerin halten, die beiden getrennt zu vermitteln.
17. Februar 2026:
Tom hat sein dauerhaftes Zuhause in Köln gefunden. Er lebt nun bei einer Dame, die bereits in Rente ist und über viele Jahre Erfahrung mit Hunden verfügt, zuvor hatte sie einen Hund von uns, der leider altersbedingt verstorben ist. Auf der Suche nach einem neuen treuen Begleiter entdeckten Frauchen und ihre Familie Tom auf unserer Homepage. Tom kam zunächst in Pflege, doch schon nach kurzer Zeit war klar: Er ist der perfekte Hund für sein neues Frauchen und sie möchte ihn nicht mehr hergeben. Die ersten Rückmeldungen bestätigen, dass Tom ein echter Schatz ist, liebevoll, freundlich und unkompliziert. Sein neues Frauchen ist begeistert von ihm und Tom hat sich schnell eingelebt. Wir wünschen den beiden viele gemeinsame, glückliche Momente voller Spaziergänge, Kuschelstunden und kleinen Abenteuern. Vielleicht sehen wir Tom ja dieses Jahr auf dem Sommerfest, bis dahin soll er seinem Frauchen viel Freude bereiten!