Wie bei jeder Projekttour, so stand auch Anfang Januar 2026 ein Besuch im Rifugio der LIDA auf dem Plan. Marco hatte uns schon vorgewarnt, dass wieder einige Hundemamas mit ihren Kindern auf uns warten würden.
Zuerst führte Marco uns dann in den Bereich der Boxen, die hauptsächlich für Mütter mit ihren Kindern reserviert sind. Wir hatten Glück, es war auch gerade mal trocken, so dass wir direkt dort an der Box fotografieren konnten.
Mama Nana war in der Campagna gefunden worden. Da sie sehr zutraulich und freundlich ist, gehen wir davon aus, dass sie keine der klassischen Streunerinnen ist, sondern dass sie - vielleicht bei einem bäuerlichen Anwesen - Kontakt mit Menschen hatte. Daraus schließen wir auch, dass sie ausgesetzt wurde, weil man sich wahrscheinlich nicht mit einer Hundemutter mit Babys belasten wollte.
Nana hatte acht Babys zur Welt gebracht. Die Geburt war vermutlich erst einen Tag, maximal zwei Tage her, als man die kleine Familie im Gebüsch entdeckte. Was für ein riesiges Glück für Nana und ihre Babys. Denn ohne regelmäßig Futter zu haben, wäre es nicht zu schaffen gewesen, für acht hungrige Mäulchen ausreichend Milch zu produzieren. Zumal große Gefahr für die Babys bestand, von wilden Tieren - Wildschweinen, streunenden Hunden - entdeckt und getötet zu werden.
Im Rifugio waren Nana und ihre Babys dann in Sicherheit. Bestens versorgt und betreut konnte Nana sich nun vollständig ihren Babys widmen. Und die hatten sich prächtig entwickelt, wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten.
Nania, Nutella und Nepal sowie die Brüderchen Nadir, Nekkar, Neval, Noah und Nori sind allesamt sehr hübsche Hundekinder geworden. Sie waren etwas zurückhaltend, die Fotoaktion war ihnen nicht ganz geheuer, aber sie waren alle sehr lieb und anschmiegsam. Später, zurück auf sicherem Boden, tobten sie dann wieder fröhlich umeinander, wie man auch auf dem Video sehen kann.
Da uns sehr am Herzen liegt, dass die Kleinen sich bestmöglich weiterentwickeln können, möchten wir sie so schnell es die gesetzlichen Vorgaben erlauben nach Deutschland holen. Hier sollen sie dann ihre Menschen und ihre Traumzuhause mit engem Familienanschluss finden. Und natürlich möchten wir auch für die liebe Mama Nana ein gutes Zuhause für immer finden.
Da Mama und ihre Kinder Maremmano-Mixe sind, benötigen sie ein passendes häusliches Umfeld. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre perfekt. Aber auch Menschen, die sich über diese tolle Rasse informieren und zudem bereit sind, Empfehlungen umzusetzen, sind herzlich willkommen.
28. März 2026: Nadir hat sein Zuhause in Lippetal Herzfeld gefunden. Dort lebt er nun in einem großzügigen Haus in ländlicher Umgebung bei einer Familie mit viel Hundeerfahrung. Ein großer, hundesicher eingezäunter Garten mit rund 850 Quadratmetern steht ihm zur Verfügung, in dem er sich frei bewegen darf. Seine neue Familie hatte bereits mehrere große Hunde, die sie über viele Jahre begleitet haben. Entsprechend viel Erfahrung, aber auch Herzblut und Verständnis bringen sie für Nadir mit. Er wird mit Geduld, Liebe und der nötigen Konsequenz erzogen und darf sich auf abwechslungsreiche Beschäftigung freuen, von Spaziergängen über Suchspiele bis hin zu gemeinsamer Beschäftigung, die ihm Spaß macht. Nadir ist nie alleine, da immer jemand zuhause ist. Er darf sich im Haus frei bewegen und bekommt seinen Platz im Schlafzimmer oder im Flur. Natürlich wird er auch mit in den Urlaub genommen und ist fester Bestandteil des Familienlebens. Wir freuen uns sehr, dass Nadir nun ein so passendes Zuhause gefunden hat und wünschen ihm und seiner Familie eine wunderbare gemeinsame Zukunft.