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Alvino (05.05.)


Während unserer Sardinentour Mitte Januar 2018 stand auch wieder ein Besuch im Rifugio der LIDA in Olbia an. Man hatte mich schon vorgewarnt, dass ich viel zu fotografieren hätte ... Und so war es dann auch …

Die drei Mädchen Alexis, Aishila und Adriana sowie ihre Brüderchen Alvino und Alvise sollten eigentlich in einem anderen Canile landen. Das hätte für die Kleinen aber definitiv "lebenslange Haft" bedeutet, und das, obwohl sie ja keinerlei Verbrechen begangen hatten. Glücklicherweise konnte das verhindert werden, und so fanden sie Unterschlupf im Rifugio.

Natürlich herrscht hier auch drangvolle Enge, und täglich kommen neue Fund- oder Abgabetiere hinzu. Und die Mitarbeiter wissen kaum, wie sie das tägliche Pensum, alle Hunde ordentlich zu versorgen schaffen sollen. Zeit, sich näher mit ihnen zu beschäftigen, um etwas ihre Ängste, die sie aufgrund bisheriger schlechter Erlebnisse mit Menschen haben, bleibt da nicht.

Aber die Hunde sind in Sicherheit und werden freundlich behandelt. Und sie haben die Chance, das Rifugio auch verlassen zu können, sobald wir die passenden Familien gefunden haben.

So hoffen wir nun auch für Alexis, Aishila, Adriana, Alvino und Alvise möglichst bald die Nachricht an die LIDA geben zu können, dass die Geschwister abreisen können. Möchten Sie uns dabei helfen, dies wahr werden zu lassen?

31. Oktober 2018:

Während unserer Sardinientour Mitte Oktober 2018 stand natürlich auch ein Besuch im Rifugio der LIDA an. Es gab zwar auch einige Neuzugänge, die uns vorgestellt werden sollten, aber ich hatte schon angekündigt, dass ich diesmal auch einige der Hunde wiedersehen wollte, die wir vor Monaten schon fotografiert und auf unserer Webseite vorgestellt hatten. Aus den Welpen waren inzwischen ja schon junge Erwachsene geworden, und da wurde es Zeit, ihre Webseiten zu aktualisieren.

Fünf dieser „alten Bekannten“ sind Alvino, Alexis, Adriana, Alisha und Alvise. Meistens bleiben die Geschwister ja nicht zusammen, sondern im Laufe der Zeit werden sie aus verschiedenen Gründen mit anderen Hunden vergesellschaftet. Das Quintett lebt aber immer noch zusammen. Sie verstehen sich nach wie vor gut, auch mit den anderen Hunden, die mit ihnen im Gehege leben. Fremden gegenüber sind sie aber nach wie vor zurückhaltend. Aber wen wundert es: In ihrem eintönigen Leben sehen sie ja immer wieder nur die gleichen Menschen, die ihre Gehege reinigen, ihnen Futter hinstellen. Und so vergehen Tage, Wochen, Monate, Jahre ... Was für ein trauriges Dasein.

Es darf doch nicht sein, dass sie die vielen Jahre, die sie noch vor sich haben sollten, nichts sehen außer Betonwänden, Hundehütten, Gitterstäben.

Bitte helfen Sie Alvino, Alexis, Adriana, Alisha und Alvise, dieser Tristesse und dem dauernden Stress des übervollen Rifugio zu entkommen. Schenken Sie einem der schönen jungen Hunde einen Platz in Ihrer Familie, geben Sie Ihnen ein Zuhause, wo sie ein schönes, glückliches und hoffentlich langes Hundeleben genießen dürfen.

26. März 2019:

Bei unserer diesjährigen Projektreise im März 2019 besuchten wir Alvino und Alvise. Es machte uns sehr traurig, dass diese wunderschönen Fellnasen immer noch auf ihr Glück warten. Eine eigene Familie wäre so wichtig für sie, damit sie das Vertrauen zum Menschen nach und nach aufbauen können.

Bei unserem Besuch zeigten sie sich freundlich und neugierig, hielten jedoch immer wieder einen gewissen Abstand. Alvino war etwas mutiger als Alvise und hätten wir noch mehr Zeit im Gehege verbracht, hätte er sich sicherlich auch das Köpfchen vorsichtig kraulen lassen :-)

05. Mai 2026:

Alvino und Alvise begleiten uns seit vielen Jahren in der Vermittlung. Sie sind zwei Hunde, für die wir über einen sehr langen Zeitraum alles versucht haben, um ihnen eine Chance auf eine Ausreise aus Sardinien nach Deutschland zu ermöglichen. Leider mussten wir uns eingestehen, dass wir dieses Ziel nicht erreichen konnten. Die tägliche Versorgung und liebevolle Betreuung der beiden wurde all die Jahre von den Helfern vor Ort in Sardinien übernommen – dafür sind wir unendlich dankbar. Wir selbst durften Alvino und Alvise jedes Jahr im Rahmen unserer Gruppenreisen persönlich kennenlernen. Gerade diese Begegnungen haben uns gezeigt, wie sehr sich die beiden Hunde im Laufe der Zeit verändert haben. Von Jahr zu Jahr wurde deutlicher, dass sie immer mehr Vertrauen in den Menschen verlieren. Alvino und Alvise haben ihr ganzes Leben auf wenigen Quadratmetern verbracht. Diese kleine, vertraute Welt gibt ihnen Sicherheit. Jede Veränderung, neue Eindrücke oder ungewohnte Nähe bedeuten für sie großen Stress und lösen panische Reaktionen aus. Wir mussten schweren Herzens erkennen, dass eine Ausreise und ein komplett neues Leben ihnen heute mehr schaden als helfen würden. Diese Entscheidung fällt uns unendlich schwer und macht uns sehr traurig. Es tut uns leid, dass wir euch diesen Weg nicht ermöglichen konnten. Man kann nicht alle retten, auch wenn man alles versucht. Mit Tränen in den Augen akzeptieren wir unsere Grenze und lassen los – im Wissen, dass es für Alvino und Alvise der sanfteste Weg ist.
 
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