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Bettino (12.09.)


Bettino wurde als junger Hund bei unserer Kollegin im Süden Sardiniens abgegeben, nachdem seine vorherigen Besitzer merkten, wie viel Arbeit und Zeit so ein Welpe in Anspruch nimmt. Schnell war klar, dass wir hier einen sehr kranken Hund übernahmen, denn Bettino hatte immer wieder sehr schwere, lange Krampfanfälle. Er speichelte, war blind und orientierungslos während der Dauer der Anfälle. Die Abstände zwischen den Anfällen wurden immer kürzer, die Dauer der Anfälle immer länger. Zwischendurch war er ein lustiger kleiner Hund, der Freude am Leben hatte. Unsere Kollegin vor Ort teilte uns mit, daas es in Italien keine Hilfe mehr für ihn geben würde. Es würde nur noch der schwere Schritt bleiben und Bettino von seinem Leiden erlösen. Das wollten wir nicht hinnehmen. Bettino sollte seine Chance in Deutschland bekommen. Wir wollten ihn hier Fachärzten vorstellen und erst eine Entscheidung treffen, wenn wir die Ursache seiner Anfälle kennen würden und wüssten, welche Möglichkeiten es für ihn gäbe.

In Deutschland angekommen, begann die zeit- und kostenintensive Suche nach der Ursache von Bettinos Leiden. Nach einem MRT stand schließlich die Diagnose fest: Er hatte einen Leber-Shunt. Eine Erkrankung, die ohne Operation in wenigen Monaten zum Tode führen würde, weil durch die nicht funktionierende Leber sein kleiner Körper zunehmend vergiftet würde. Natürlich zögerten wir nicht, und so wurde Bettino bald darauf operiert. Die ersten Wochen waren voller Höhen und Tiefen, doch schließlich durften wir aufatmen. Die Operation war gut überstanden, und Bettino blühte von Tag zu Tag auf.

Doch das war noch nicht das Ende von Bettinos Glückssträhne. Denn noch während es ihm richtig schlecht ging, hatte ein nettes Paar den liebenswerten Kerl kennengelernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Er durfte sogar noch vor seiner zweiten Operation umziehen. Er wurde fortan Beppino, liebevoll "Bepperl" genannt und hatte ein wundervolles Zuhause trotz seiner Erkrankung gefunden.

Leider erreichte uns nun die Nachricht, dass Bepperl den stetigen Kampf mit den Folgen seiner schweren Erkrankung viel zu früh verloren hat. Wir hätten ihm gerne noch viele, viele Jahre an der Seite seiner Menschen gegönnt und sind sehr traurig über diesen Verlust. Machs gut, lieber Beppino, wir werden dich stets in ganz besonderer Erinnerung behalten.

Lesen Sie hier noch die Abschiedszeilen seiner Familie:

"Leider mussten wir uns heute von unserem geliebten Beppino verabschieden. Seit Juni 2015 hatte er immer wieder in ca. monatlichen Abständen gesundheitliche Probleme (Erbrechen und Durchfall aufgrund von IBD), sich aber immer wieder soweit erholt. Im August diesen Jahres hat er dann Wasser eingelagert, über drei Liter in der Spitze - bei 7 kg Normalgewicht. Wir haben mit ihm gemeinsam gekämpft, waren bei verschiedenen Tierärzten, noch in der Oberhachinger Klinik und auch in der LMU, am Ende mussten wir ihn leider gehen lassen.

In Summe hat ihn wohl die Mangelernährung in seiner Kinder- und Jugendzeit in Kombination mit seinem angeborenen Lebershunt zuviel Kraft gekostet. Die Leber war auch die Ursache für den Stau in seinem kleinen Körper, und es gab kein Mittel mehr dagegen. Tieftraurig sendem wir diese Zeilen.

Servus Beppi, Du warst ein wunderbarer Kamerad und toller Hund. Wir sind stolz darauf, wie tapfer Du warst und danken Dir für drei gemeinsame Jahre!

Die beiden Bilder sind noch von unserer letzten gemeinsamen Wanderung am 07. August, einen Tag später kam die Wassereinlagerung. Er war ein großer Kämpfer!  Was der kleine Schatz alles überstanden hat - und sich seinen Charme und seine Lebensfreude bewahrt!  Danke für alles andere, was Sie für Beppino und uns getan haben.

Wir sind froh, ihn gehabt zu haben."



 
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