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Gaber (02.12.)


Leider hat Gaber es nicht geschafft. Seit wir ihn nach Deutschland geholt haben, haben wir alles versucht, ihm ein gutes Leben zu ermöglichen. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, und in seiner Pflegestelle wurde liebevoll für ihn gesorgt. 

Doch immer wieder - trotz intensiver tierärztlicher Begleitung und entsprechender medikamentöser Versorgung - war sein Zustand ein stetes Auf und Ab. In den letzten Tagen ging es ihm immer schlechter. Darm und Blase funktionierten trotz Unterstützung gar nicht mehr. Er wollte auch nicht mehr futtern. Wieder einmal wurde er intensiv untersucht, wurden Labortests durchgeführt - das Ergebnis war niederschmetternd: Es gab keine Hilfsmöglichkeiten mehr. Nieren, Darm und Harnwege waren irreparabel geschädigt. Es war nur noch unerträgliches Leiden für den so liebenswerten kleinen Hund. 

Wir hatten uns so sehr noch ein gutes Leben für ihn gewünscht. Es hat nicht sollen sein. Schweren Herzens mussten wir Gaber gehen lassen. 

Allen, die in den letzten Tagen sich so lieb nach Gaber erkundigt haben, die mit uns gehofft und gelitten haben, danken wir von ganzem Herzen für den Zuspruch und für jegliche Unterstützung. Gaber, das tapfere kleine Kerlchen, hat für immer seinen Platz in unseren Herzen.

Lesen Sie hier die Abschiedszeilen seiner Pflegemama:

"Mein lieber, verschmuster und dankbarer kleiner Kämpfer. Nur drei Monate durftest du bei mir sein – und doch haben diese drei Monate mehr Bedeutung getragen als so viele Jahre im Leben mancher Menschen.

Dein vorheriges Leben war hart, voller Entbehrungen und ohne die Sicherheit, die jedes Lebewesen verdient. Und trotzdem bist du bei mir angekommen, mit einem Herzen, das noch lieben konnte. Draußen warst du ein kleiner Bollerkopf, speziell, eigensinnig, voller Charakter – aber drinnen… drinnen warst du einfach nur weich, verschmust und so unglaublich anhänglich. Wir hatten unsere Rituale: waschen, windeln, versorgen – es war nie ein Problem, sondern selbstverständlich. Es war Fürsorge, die du angenommen hast, als hättest du sie schon immer gesucht. Ich durfte dich begleiten, Tag für Tag, Schritt für Schritt. Und du hast mir gezeigt, wie tief Vertrauen sein kann.

Du hattest zum ersten Mal in deinem Leben ein richtiges Zuhause. Einen Ort, an dem du sicher warst. Einen Menschen, der dich sah. Und du hast es geliebt – besonders draußen im Feld, wo du mit glänzenden Augen nach Mäusen gesucht hast, als wäre das die größte Freiheit der Welt. Das Fotoshooting… ein letzter Versuch, Erinnerungen festzuhalten, die eigentlich viel länger hätten dauern sollen. Ich hätte dir so gern mehr Zeit gewünscht. Mehr Tage im Feld, mehr Kuschelstunden, mehr alltägliche Rituale. Mehr Leben. Aber du hast deinen Kampf verloren – und trotzdem alles gewonnen: Liebe, Würde, ein Zuhause, und jemanden, der dich nie vergessen wird.

Danke, Schröder (Gaber). Für jede Minute. Für jede Nähe. Für jeden Moment, in dem du mir gezeigt hast, wie besonders du bist. Du bleibst. Für immer."



Wenn Sie Gabers Geschichte nachlesen möchten:

Während unserer Teamtour Mitte April 2025 lernten wir bei unseren Partnern Paola und Pierpaolo in Stintino diesen bezaubernden Hund kennen: Gaber. Mit seinem drolligen Gesicht, seiner fröhlichen Ausstrahlung und seinem liebenswerten Wesen hat er uns alle gleich um die kleine Pfote gewickelt.

Dass dieser kleine Kerl so lieb und menschenbezogen ist, ist kaum zu fassen. Denn Gaber hat ein sehr trauriges Schicksal: Er lebte in einem winzigen Hinterhof voller Gerümpel und Unrat ... inmitten seiner eigenen Exkremente ... Niemand machte dort mal sauber. Sein Futter bestand aus trockenem Brot, dass ihm gelegentlich hingeworfen wurde. Seinen Durst musste er mit fauligem Wasser aus einem verdreckten Eimer stillen. Und wahrscheinlich hat man ihn auch misshandelt, geschlagen oder getreten und dabei sein Rückgrat verletzt. Als Folge ist der arme Kerl inkontinent, kann seinen Harn- und Kotabsatz nicht kontrollieren.

Wahrscheinlich hätte Gaber noch Jahre in dem Drecksloch von einem Hinterhof dahinvegetieren müssen, wenn sich nicht eine Tierschützerin, die von seinem Schicksal erfuhr, seiner erbarmt und ihn dort weggeholt hätte.

Im Rescue in Stintino wird Gaber nun gut versorgt. Er genießt jegliche Zuwendung und ist voller Lebensfreude.

Dass es nicht einfach wird, für Gaber wegen seines Handicaps ein "normales" Zuhause zu finden, ist uns völlig klar. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwo die lieben Menschen gibt, die diesen außergewöhnlich freundlichen, anhänglichen und liebenswerten Hund in ihr Herz schließen und ihm ein Leben in familiärem Umfeld ermöglichen werden.

29. August 2025:
Gaber durfte auf seine deutsche Pflegestelle reisen.

27. November 2025:


Kürzlich hat ein ehrenamtliches Fotoshooting mit Gaber stattgefunden, bei dem uns die Fotografin Stella Heesen mit tollen Bildern unterstützt hat - an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön!

Gaber hat in seinem Leben bereits viel Schweres erlebt, doch seine liebevolle und sensible Art hat er sich bewahrt. Bei vertrauten Menschen zeigt er sich verschmust und anhänglich, während er für neue Kontakte etwas Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen. Auch andere Hunde möchte er in seinem eigenen Tempo kennenlernen.

Da Gaber sehr feinfühlig auf seine Umgebung reagiert, ist ein ruhiges Zuhause in ländlicher Umgebung ideal für ihn. Zu viele Reize, wie sie in einer Stadt vorkommen, würden ihn schnell überfordern.

Aufgrund früherer Misshandlungen ist er inkontinent und lebenslang auf Medikamente angewiesen. Das Waschen und Windeln meistert er jedoch geduldig und tapfer. Seine Einschränkung mindert weder seine Lebensfreude noch seine innere Stärke.

Gaber sucht ein liebevolles Endzuhause bei Menschen mit Geduld, Einfühlungsvermögen und einem ruhigen Alltag. Wer ihm diese Chance gibt, bekommt einen treuen Begleiter, dessen Herz trotz allem voller Liebe geblieben ist.


 
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