Arlok musste heute leider den Weg über die Regenbogenbrücke antreten. Wir sind sehr traurig, dass er den Kampf gegen eine sich unaufhaltsam verschlechternde Niereninsuffizenz verloren hat. Trösten kann uns nur der Gedanke daran, dass Arlok (genannt Archie) in den letzten fünf Jahren bei Rebecca ein wunderschönes Leben hatte und sehr geliebt wurde.
Abschiedsworte von Rebecca:
Archie, du bist mein Held! Vor fünf Jahren bist du bei mir angekommen mit ganz viel Gepäck in Form von jeder Menge Angst und einigen körperlichen Beschwerden. Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis du es zulassen konntest, Streicheleinheiten zu genießen, bis dein Zuhause sich für dich nach einem sicheren Ort angefühlt hat und bis du der sein konntest, der du wirklich warst. Ich habe immer an dich geglaubt und irgendwann konntest du dich mir zeigen mit deiner wunderschönen Persönlichkeit. Du hast so sehr die Sonne geliebt, du hast deine Kumpels geliebt, du hast dich um sie gesorgt und dich um sie gekümmert. Du warst immer der Ruhepol, der uns alle zusammengehalten hat. Du warst meine persönlich größte Herausforderung, bis ich verstanden hatte, dass du einfach so bist wie ich. Jemand mit einer ziemlich harten Schale und einem viel weicherem Kern.
Alles mit dir hat sich gelohnt, du hast unser Zuhause zu einem so schönen Ort gemacht. Ich hatte mir so sehr gewünscht, du hättest viel mehr Zeit gehabt, in der Sonne zu liegen, zu schmusen, zu kuscheln und dein Leben zu genießen.
Ich denke jeden Tag an dich und vermisse dich für immer, mein Junge.
Rebecca
Lesen Sie hier Arloks Geschichte:
Aktuell können wir wegen der Corona-Krise und den dadurch bestehenden Reisebeschränkungen unsere Partner auf Sardinien nicht besuchen. Dabei wird die Not immer größer: Es kommen bei all unseren Partnern täglich neue Findelkinder dazu, aber es reisen keine ab. Damit wir vorbereitet sind auf den Fall, dass die Beschränkungen aufgehoben werden und unsere Transporte wieder laufen können, stellen wir nun einige Katzen vor, die schon seit längerer Zeit im Rifugio der LIDA in kleinen Käfigen hocken. Wir wünschen uns sehr, dass diese Katzen auf diese Weise die Chance bekommen, das trostlose Käfigleben hinter sich lassen zu können und beim ersten möglichen Transport dabei zu sein.
Eine dieser Katzen ist Kater Arlok. Arlok lebte in der Katzenkolonie vor dem Rifugio. Er gehörte zu den Katzen, die eher scheu waren und sich nicht anfassen ließen. Arlok hatte ein blindes Auge, aber er kam damit gut zurecht. Als dann aber durch eine Verletzung sein zweites Auge zerstört wurde, konnte er nicht mehr in der Kolonie bleiben. So hockt der arme Kerl nun seit Sommer 2019 im Käfig. Zwar ist er inzwischen schon deutlich ruhiger geworden, lässt sich von den Mitarbeitern der LIDA, die ihn versorgen, auch schon mal streicheln. Aber er ist sichtlich unglücklich in seinem Gefängnis.
Was Arlok braucht, ist ein sicheres Zuhause bei Menschen, die ihn nicht bedrängen, sondern ihm mit Geduld und Liebe einfach die Zeit lassen, die er braucht, um Vertrauen zu fassen. Arlok wird nur in Wohnungshaltung, möglichst mit gesichertem Balkon/gesicherter Terrasse vergeben. Die Gesellschaft mindestens einer netten, zutraulichen Katze wird ihm die Eingewöhnung sicherlich erleichtern.
20. Juni 2020 Arlok ist in seiner deutschen Pflegestelle eingetroffen und sucht nun von hieraus das passende Zuhause.
24. September 2020
Arlok hat sein endgültiges Zuhause in der Pflegestelle gefunden. Nachdem Arlok seine Schüchternheit ein wenig abgelegt hatte, wurde er, weil sein linkes Auge stark entzündet war, einem Tierarzt vorgestellt und der riet zu Entferung des Auges. Die OP hat Arlok gut überstanden und im Laufe der Zeit, auch mit Hilfe des zweiten Pflegekaters, weiter Vertrauen zur Pflegemama gefasst: Der richtige Zeitpunkt, um sich ganz für Arlok zu entscheiden. Wir wünschen Arlok, der jetzt Archie genannt wird, und seinem Frauchen alles Liebe für eine lange gemeinsame Zeit.