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Capo (10.08)


Leider erreichte uns die traurige Nachricht, dass Capo, der inzwischen auf den Namen Pepe hörte, heute über die Regenbogenbrücke gehen musste. Es tut uns wahnsinnig leid, dass Pepe nur so eine kurze Lebensspanne beschieden war. Doch uns tröstet das Wissen, dass Pepe diese Zeit bei einer Familie verbringen durfte, die er sich selbst mit ausgesucht hat und die ihn sehr liebte. Machs gut, lieber Pepe, wir werden Dich nicht vergessen.

Lesen Sie hier den Abschiedsbrief seiner Familie:

„Lieber Pepe,
 
es war im  August 2018 als wir auf Sardinien in die LIDA Olbia gefahren sind um nach einem neuen Familienmitglied Ausschau zu halten. 7 Geschwister waren mit Dir in dem Zwinger und noch weitere Junghunde. Alle waren aufgeregt, rannten zu uns, und wollten mit. Nur Du hast in zweiter Reihe gestanden und gewartet und uns nicht mehr aus den Augen gelassen. Als wir Marco von der Lida fragten, wen wir kontaktieren sollen um Dich zu adoptieren, nannte er uns den Kontakt von pro-Tier e.V. Es war aufregend, toll und wir sind dann zu fünft nach Deutschland gefahren….

Zwei wundervolle Jahre folgten. Unsere Kinder durften alles mit Dir machen. Ihr wart ein Team und wenn andere Kinder zu Besuch kamen dann warst Du mittendrin. Du warst ein so starker, großer Hund und viele hatten Respekt vor Dir. Wenn Du auf eine fremde Person zugerannt kamst, dann nur um sie freudig zu begrüßen und einmal quer über das Gesicht zu lecken. Alle haben dann sofort gemerkt, was für ein liebevoller und hübscher Kerl Du warst. Ein Energiebündel, genau passend zu uns und unserer Familie. Einmal bist Du mir 5 Stunden im Wald weg gelaufen. Du hattest ja schließlich auch einen ordentlichen Jagdtrieb, aber meistens warst Du am liebsten bei uns. Es war ein Riesenschreck, als wir Dich nicht finden konnten und hatten Angst ohne Dich weiter machen zu müssen. Alle waren überglücklich als Du zum Glück wieder da warst und den Weg zu uns gefunden hast. Einige Male sind wir in Deine alte Heimat Sardinien gereist, mit dem Campingbus, wir haben darin geschlafen und Du hast auf uns aufgepasst.

Vor ein paar Wochen hast Du Durchfall bekommen, da waren wir gerade auf Sardinien. Wir dachten es liegt bestimmt an der Hitze, weil es Dir sonst gut ging. Du hast gespielt, gefressen und am Strand Löcher gebuddelt. Wir waren drei Wochen lang auf der Insel und am Ende wurdest Du ruhiger. Der Durchfall ging nicht weg und wir dachten, es wird Zeit heim zu fahren. Ein paar Tage, nachdem wir wieder zu Hause waren sind wir zum Tierarzt gegangen. Schnell stand fest, dass Du etwas im Bauch hattest, was da nicht hingehört. Wir haben die schwerste Entscheidung getroffen, die man nur treffen kann und haben Dich noch in der OP-Narkose erlösen lassen, da drei sehr große Tumore am Darm und in den Lymphknoten waren. Leider konnten wir uns nicht verabschieden. Haben wir doch gedacht, dass wir Dich nach der Ultraschallkontrolle wieder mit nach Hause nehmen können. Es tut uns so leid. Komm’ gut über die Regenbogenbrücke unser allerliebster Pepe. Wir werden Dich immer in unserem Herzen tragen.“


Wenn Sie Pepes Geschichte nachlesen möchten:


Während unserer monatlichen Sardinientour besuchten wir im Juli 2018 auch wieder das Rifugio der LIDA in Olbia. Marco hatte schon angekündigt, dass sie überschwemmt würden mit Neuzugängen und nun inständig auf unsere Hilfe hoffen. Wir können natürlich auch keine Wunder vollbringen. Zwar sind wir schon sehr belastbar, und versuchen, so viel wie möglich zu helfen, damit das Elend, die qualvolle Enge, der unendliche Stress für die Hunde und Katzen nicht noch schlimmer wird. Aber auch unsere Kapazitäten sind eben leider begrenzt.

Zu den Neuzugängen, die Marco uns ans Herz legte, gehörten zahlreiche Welpen, wie auch diese neun: die Mädchen Claudia, Cinzia, Ciela, Cina und die Buben Capo, Cincin, Carlo, Claudio und Carbone. Die Mutter der neun Hundekinder ist eine herrenlose Hündin, die im Bereich des Geovillage lebt. Sie ist sehr scheu, es ist bis jetzt trotz mehrfacher Versuche nicht gelungen, sie einzufangen, um sie sterilisieren zu können. Glücklicherweise konnte ihr kompletter letzter Wurf „eingesammelt“ werden, so dass zumindest diese Hunde aus dem unsäglichen Geburtenkreislauf heraus sind und nicht selbst bald schon für weiteren Nachwuchs sorgen.

Claudia, Capo, Cinzia, Ciela, Cincin, Cina, Carlo, Claudio und Carbone waren während der Fotoaktion auch noch etwas zurückhaltend. Aber das ist verständlich, denn ihre Erfahrungen mit Menschen waren in ihren ersten Lebenswochen sicherlich nicht sonderlich gut. Wie schnell sie sich allerdings umstellen können, wenn sich die Lebensumstände ändern, sprich, sich eine liebe Familie findet, von der man aus dem Rifugio geholt und als neues Familienmitglied aufgenommen hat, zeigte uns der kleine Capo. Eine deutsche Familie mit zwei Kindern besuchte das Rifugio mit der Hoffnung, dort vielleicht „ihren“ Hund zu finden. Und Capo war es, der letztlich die Familie um die Pfote wickelte. Nachdem dann alle Formalitäten erledigt waren, konnte Capo das Rifugio verlassen, noch eine paar schöne Tage im sardischen Domizil der Familie verbringen und dann die Reise ins neue Zuhause nach Deutschland antreten. Wie uns die Familie berichtete, war für Capo – der jetzt Pepe heißt – wie zu erwarten alles fremd, aber der aufgeweckte kleine Kerl hat seine neue Umgebung neugierig unter die Lupe genommen und für gut befunden. Und natürlich haben ihn auch die vielen Streicheleinheiten überzeugt, das große Los gezogen zu haben.

26. Juli 2018:


Capo hatte das große Glück, von einer deutschen Familie, die ihren Urlaub auf Sardinien verbrachte, in der LIDA entdeckt zu werden. Mehrmals wurden Capo und seine Geschwister besucht, bis dann die Familie gemeinsam entschied, dass es Capo sein sollte, der als neues Familienmitglied aufgenommen werden soll. Inzwischen ist Capo, der nun Pepe heißt, in seinem deutschen Zuhause angekommen. Natürlich gibt es nun viel Neues zu entdecken und kennenzulernen. Hundeschule steht auch schon an. Und der vorhandenen älteren Katzendame, die derzeit noch nicht so ganz glücklich über den Familienzuwachs ist, wird er hoffentlich auch bald zeigen, dass er einfach nur ein großer Tollpatsch ist, der noch lernen muss, wie er mit ihr umgehen soll.

 
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