Leider erreichte uns heute die traurige Nachricht, dass Leo, ehemals Pippo, im stolzen Alter von 15 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Seine Leishmaniose-Werte waren bis zum Schluss gut, doch sein hohes Alter und die lange, entbehrungsreiche Zeit im Canile haben schließlich ihren Tribut gefordert. Wir sind traurig über diesen Verlust, doch tröstet uns der Gedanke, dass Leo auf seine letzten Jahre noch die Geborgenheit einer eigenen Familie erleben durfte und sehr geliebt wurde.
Lesen Sie hier den Abschiedsbrief seiner Familie: "Lieber Leo, als Frauchen damals erfahren hat, dass Dich aufgrund deiner Krankheit und Alters keiner haben wollte, hat sie nicht lange überlegen müssen. Du warst sehr ängstlich und man sah dir deinen bisherigen Lebensweg an. Aber und du wurdest zutraulicher, mutiger und gesünder. Schnell hat sich ein Band zwischen dir und deinem Frauchen aufgebaut, das stärker nicht hätte sein können. Als du dann mit der Zeit ein Herrchen und eine kleine Tochter zu der Familie dazu bekamst, warst du ein lieber treuer Familienhund der jeden Spaziergang, jedes Leckerchen und jede Streicheleinheit genossen hat. Unsere kleine Tochter hätte sich keinen besseren Beschützer und Freund wünschen können. Wir möchten dir auf diesem Wege noch einmal danken für all die schönen Momente. Du hast uns alle sehr bereichert, auch wenn Trixie als zweiter Hund dir manchmal das Leben schwer gemacht hat, warst du stets geduldig und familiär gesinnt. Es war für uns alle sehr schwer dich gehen zu lassen. Du fehlst uns sehr und wir werden dich immer lieben, dazu bleibst du in unseren Herzen immer unvergessen."
Wenn Sie Leos Geschichte nachlesen möchten:
Pippo hat wohl sein ganzes Leben im Canile verbracht. Bis 2011 befand er sich im Canile Europa, wo die Zustände noch trauriger sind. Er hatte viele kahle Stellen und war von Wunden übersät. Beim Anblick dieses armen Hundes kamen seiner jetzigen Pflegemama die Tränen. Sie zeigt Pippos Bilder ihrer Tochter, und kurz darauf stand fest, dass der Rüde ein besseres Leben in Deutschland haben sollte. Im Juli diesen Jahres konnte er am Düsseldorfer Flughafen in Empfang genommen werden. Er wurde zeitnah einem Tierarzt vorgestellt, im Laufe der Untersuchungen positiv auf Leishmaniose getestet und umgehend medikamentös eingestellt. Schnell war eine Besserung zu verzeichen, sein Fell wuchs nach und die offenen Stellen heilten gut.
Inzwischen hat Pippo sich zu einem rundum tollen Hund gemausert, der allen nur Freude bereitet. Er war Gast auf unserem Sommerfest, und man konnte deutlich sehen, welch wunderbare Verwandlung er hinter sich gebracht hat. Es wäre schön, wenn sich eine Familie fände, die sich von der Diagnose "Leishmaniose" nicht irritieren lässt, sondern dem absolut freundlichen Pippo eine Chance gibt, in einem endgültigen Zuhause leben zu dürfen.
29. Januar 2016: Pippo, der nun Leo heißt, muss nicht mehr umziehen und darf für immer bei seinem Pflegefrauchen in Grevenbroich wohnen bleiben. Er ist Leishmaniose positiv und nicht mehr der jüngste, was seine Chancen auf eine Vermittlung leider unverständlicherweise äußerst gering werden ließen. Der sehr sanfte und gutmütige Rüde hat sich erstaunlich schnell auf sein neues Leben in Freiheit eingelassen, wo er von seinem neuen Frauchen geliebt und verwöhnt wird. Er genießt die Spaziergänge in der Natur und ist gegenüber Artgenossen und Menschen sehr freundlich und aufgeschlossen.
Die regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt meistert Leo gelassen und auf das speziell für ihn gekochte Futter freut er sich täglich ganz besonders. Leo ist ein sehr gutes Beispiel für einen an Leishmaniose erkrankten Hund. Er lebt sein Leben völlig normal und wird durch die fürsorgliche Pflege und Medikation sicherlich auch ein stolzes Alter erreichen. Er freut sich einfach seines Lebens, was uns sehr glücklich macht.