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Myrto (31.12.)


Leider erreichte uns die traurige Nachricht das Monty, ehemals Myrto, über die Regenbogenbrücke gehen musste. Über Nacht verschlechterte sich sein Zustand drastisch, und leider konnte ihm nicht mehr geholfen werden. Monty war erst seit wenigen Monaten auf seiner Pflegestelle, aber in dieser kurzen Zeit hat er sich in die Herzen der Familie geschlichen. Er hinterlässt nun eine große Lücke und wird von seiner Pflegefamilie schmerzlich vermisst. Auch wir sind traurig über diesen Verlust, allerdings tröstet uns der Gedanke, dass Monty in seiner restlichen Zeit ein glückliches Hundeleben führen durfte und sehr geliebt wurde. Machs gut, lieber Monty, Du bleibst unvergessen.


Wenn Sie Montys Geschichte nachlesen möchten:



Auch Ende März 2021 ist die Corona-Krise noch nicht vorbei. Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor kritisch, die Pandemie noch lange nicht unter Kontrolle. Auch wenn es aktuell ein paar Lockerungen gibt, für uns wird es auch in den nächsten Wochen - vielleicht sogar noch Monaten - nicht möglich sein, nach Sardinien zu reisen, um unsere Partner zu besuchen und Neuzugänge kennenzulernen. Wir hoffen, dass es trotz der auf Sardinien aktuell wieder verschärften Ausgangsregeln weiterhin möglich sein wird, sich um die ausgesetzten Tiere zu kümmern. Im Moment kann jedenfalls sowohl Findlingen als auch Tieren, die von ihren Familien abgegeben werden, geholfen werden.

Eine unserer langjährigen Kolleginnen, die leider derzeit selbst keine Tiere aufnehmen kann, machte uns auf eine schlimme Situation aufmerksam. Bei einem Bauern, der natürlich wie die meisten Sarden auch Jäger ist, lebten 19 Welpen. Normalerweise verkaufte er die Welpen an Jäger, Schäfer oder andere Bauern oder nutzte den einen oder anderen zum Tausch … Durch die jedoch sehr strikten Ausgangs- und Kontaktsperren, die in den letzten Monaten auf Sardinien galten, war er aber nun auf den Welpen sitzgengeblieben. Zwei der Jagdhundwelpen hatte er kürzlich leider noch an einen Freund verschenkt, denn was ihnen blüht, können wir uns lebhaft vorstellen. Seinen „Geschäftspartnern“ waren diese Welpen nun schon „zu alt“, denn normalerweise werden die Babys ja ihren Müttern schon entrissen, wenn sie gerade mal vier, fünf Wochen alt sind. Was sollte er also nun mit dieser Riesenmenge an „unnützen“ Welpen tun, die er jetzt durchfüttern musste? Wir wollen gar nicht näher darüber nachdenken, was er mit den Kleinen gemacht hätte, wäre nicht durch seine Frau der Kontakt zu unserer Kollegin gesucht worden … Wir hatten auch keine Zeit, lange zu überlegen, es musste schnell gehandelt werden.

Glücklicherweise fanden wir rasch eine Unterbringungsmöglichkeit, wo die Kleinen – sieben Mädel und zehn Buben - nun in Sicherheit sind.

Die vier Mütter des Welpenrudels werden durch uns kastriert. Es gibt noch eine fünfte Mutter, die hat aber gerade kurz zuvor ihre Babys zur Welt gebracht. Auch diese Mutter wird kastriert werden, sobald ihre Babys nicht mehr gesäugt werden müssen. Und wir hoffen, dass diese Babys auch durch uns eine Chance auf gute Zuhause bei lieben Familien bekommen und nicht irgendwo landen, wo sie wieder zur Zucht, zur Jagd oder als Kettenhund missbraucht werden. Unsere Kolleginnen bringen nun jedenfalls regelmäßig gutes Futter zu dem Bauern, damit die Mütter – die alle durch die vielen Trächtigkeiten recht ausgemergelt sind – etwas zu Kräften kommen können.

Für die 17 Welpen Marley, Mose, Mina, Maya, Milo, Micol, Minnie, Marzia, Moss, Mauro, Mirtilla, Myrto, Merlino, Max, Morgana, Morgan und Melissa, die nun in unserer Obhut sind, wünschen wir uns, dass sie gesund und munter bleiben, so dass sie schnellstmöglich nach Deutschland reisen dürfen, um hier ihre Traumzuhause für immer zu finden. Wir wünschen uns liebe Familien, die den Kleinen Sicherheit und Geborgenheit und engen Familienanschluss schenken.

22. Mai 2021:
Myrto durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.

28. Mai 2021:

Max, Milo und Myrto haben sich schnell auf ihrer Pflegestelle eingelebt. Sie sind sehr aufgeschlossen, freundlich, neugierig, verschmust, anhänglich und welpentypisch haben sie viele Flausen im Kopf :-) Mit der Stubenreinheit klappt es schon sehr gut, auch klappt es schon prima mit "sitz" oder "hier" - natürlich wenn es zur Belohung ein Leckerchen gibt :-) Mit den vorhandenen Hunden verstehen sie sich super, auch mit den Katzen gibt es keine Probleme. Diese sind allerdings sehr hundeerfahren und können stürmisch-verspielte Welpen gut ab.

Leine und Geschirr sind ihnen noch etwas ungeheuer, doch es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sie müssen nun viel kennenlernen. Draußen sind sie sehr neugierig, das Autofahren ist kein Problem und sie entdecken gerne ihre neue Umgebung. Im Haus haben sie auch schon viel kennengelernt, sie sind sehr wachsam und melden ungewohnte Geräusche (besonders der kleinste des Trios - Milo) :-)

Wir wünschen uns für Myrto, dass er nun ein liebevolles Zuhause findet bei Menschen, die ihm engen Familienanschluss bieten. Da er einige Maremmanogene in sich trägt, suchen wir nun entsprechend geeignete Menschen, die über Herdenschutzhund-Erfahrung verfügen bzw. bereit sind, sich mit dieser Rasse auseinanderzusetzen und sich vorab über die Besonderheiten informieren. Passende häusliche Gegebenheiten sollten vorhanden sein.

30. August 2024:

Myrto hatte im Juni 2021 sein Zuhause gefunden und kommt nun völlig unverschuldet in die Vermittlung zurück. Es ist sehr wichtig, dass man sich vor der Adoption eines Tieres gut überlegt, ob man diesem ein Zuhause für seine gesamte Lebenszeit bieten kann und die Verantwortung für dieses Lebewesen übernehmen kann und möchte. Hunde sind fühlende Lebewesen und verdienen eine liebevolle und verantwortungsbewusste Haltung. Leider erleben wir immer wieder traurige Fälle, in denen Hunde unter schlechten Bedingungen gehalten wurden. So auch im Fall von Myrto, wir sehen den Menschen bei der Vermittlung leider nur vor den Kopf… Myrto wurde stark vernachlässigt, hatte viel zu lange Krallen, was darauf hindeutet, dass er kaum spazieren geführt wurde, und war von Flöhen übersät, was zu einer schweren Flohallergie führte. Zuletzt wollte man Myrto sogar einschläfern lassen, doch glücklicherweise griff die Tierärztin ein und verhinderte dies. Über Umwege kam Myrto schließlich wieder in unseren Verein zurück. Solche Fälle machen uns sehr betroffen und zeigen, wie wichtig es ist, Tiere mit Respekt und Fürsorge zu behandeln.

Myrto, der nun Monty gerufen wird, sucht nun im zweiten Anlauf sein liebevolles Zuhause für immer. Auf seiner Pflegestelle zeigt sich der freundliche und anhängliche Rüde als echter Schatz. Trotz seiner schwierigen Vergangenheit hat er sein fröhliches Wesen bewahrt und kennt bereits die Grundkommandos, was darauf hindeutet, dass er zumindest Erziehung genossen hat. Wir wünschen uns für Myrto-Monty, dass er im zweiten Anlauf die Menschen findet, die ihn lieben, schätzen und sein freundliches Wesen für immer ins Herz schließen.

 
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